In thailändischen Tempeln sind Buddhafiguren häufig in einer Reihe zu sehen. Meist stehen Almosenschalen darunter wo man Geldmünzen einwerfen kann, z.B.: für am Montag geborene: Buddhafigur - Montag. Die Buddhafiguren sind: Montag - Dienstag - Mittwoch - Donnerstag - Freitag - Samstag und Sonntag.
Montag -Paang Ham Yat
Wendet Übel und Krankheiten ab. Stehende Buddhafigur, er hält seine rechte Hand in Brusthöhe nach oben, die Handflächen zeigen nach außen. Auch Frieden stiftend genannt. Es gibt Abbildungen wo die Figur beide Hände erhoben hält oder anstatt die rechte wird die linke Hand erhoben.
Legende: Im Königreich der Riesen gab es einst den größten aller Riesen man nannte ihn Asurindarahu. Er war stolz der größte der Riesen zu sein. Bei einer Audienz, bei Buddha, war er zu stolz sich zu verbeugen. Buddha lag, seine rechte Hand stützte seinen Kopf, die linke Hand lag ruhig am Körper, als Buddha den Riesen empfang. Der Riese erlebte ein Wunder. Buddha erteilte dem eingebildeten Riesen eine Lektion und wurde immer größer bis Buddha größer war als er. Buddha zeigte ihm das Reich der Engel, wo jeder Engel hundertmal größer war als Asurindarahu. Der Riese schämte sich seines Verhaltens und machte Buddha seine Ehrerbietungen, danach kehrte er einsichtig in sein Königreich, der Riesen zurück.
Dienstag - Paang Sai-Yat
Liegende ruhender Buddhafigur. Buddha liegt auf der rechten Seite sein Kopf ruht auf einem Kissen. Die rechte Hand stützt den Kopf, der linke Arm liegt seitlich an seinem Körper.
Legende: Die indische Stadt Vesali wurde einst von einer Dürre, Hunger, Cholera und bösen Geistern heimgesucht. Buddha wurde um Hilfe gerufen und er ließ die Dürre durch einen starken Regen beenden. Es wurden Almosenschalen mit geweihtem Wasser gefüllt. Buddha lief mit seinem Jünger Ananda betend durch die Stadt um die kranken Menschen mit dem Weihwasser zu heilen und vertreibe damit die bösen Geister.
Mittwoch - am Tage - Paang Um Baat
Buddha mit einer Almosenschale Buddha steht aufrecht, in seinen Händen hält er eine Almosenschale.
Legende: Buddha besuchte in Kapilayastu seine Heimatstadt und seine Familie, um zu predigen. Hoher Respekt wurde ihm, von allen Menschen, entgegen gebracht. Nach seiner Predig kehrten alle in ihre Häuser zurück. Am nächsten Tage wurde ein königliches Mahl für Buddha vorbereitet, sie hatten aber vergessen ihn einzuladen da man der Meinung war das er ohne eine Einladung kommen wird. Buddha hatte keine Einladung erhalten und ging mit seinen Jüngern mit den Almosenschalen in den Händen durch die Stadt um von dem einfachen Volk ernährt zu werden. Zum ersten Mal hatten die Menschen von Kapilayastu das Privileg Buddha mit seinen Jüngern, mit den Almosenschalen, zusehen und sie mit Nahrung versorgen zu dürfen.
Mittwoch - am Abend - Paang Pa Le Lai
Buddha sitzt im Wald mit einen Affen und Elefanten Buddha sitzt bequem, seine rechte Hand liegt auf dem Knie, seine linke Hand auf dem Oberschenkel. Ein Affe übereicht ihm eine Honigwabe und ein Elefant einen Topf mit Wasser.
Legende: Buddha war mit seinen Jüngern in Kosambi angekommen. Seine Jünger gerieten in eine heftige Diskussion, dabei vergaßen sie ihre Mahlzeit einzunehmen. Buddha ging in den Wald und ruhte sich unter einem Baum aus. Plötzlich kamen ein Affe und ein Elefant. Der Affe gab ihm eine Wabe Honig zum Essen und der Elefant überreichte Buddha ein Topf mit Wasser zum Trinken.
Donnerstag - Paang Samadhi
Meditierender Buddhafigur Buddha in der Meditation. Die Hände liegen (die Handflächen nach oben zeigend) entspannt in seinem Schoß.
Legende: Siddharta Gautama unterwarf sich verschiedener Disziplinen, doch bekam keine Antwort auf seine Fragen. Er meditierte unter einem Feigenbaum. ( Bohdi - Baum ) Nach langer Meditation wurde ihm schließlich die Erleuchtung gegeben. Siddharta erkannte nun, dass Begierde, Gewalt und Unwissenheit die Quelle allen Übels ist. Ihm wurde bewusst, dass nur derjenige der die Unwissenheit, Begierde und Gewalt überwinden kann das ewige Nirwana findet und somit alles Leiden auf der Welt beenden kann. Durch diese Erleuchtung wurde er zum Buddha. Buddha was übersetzt der Erleuchtete bedeutet.
Freitag - Paang Ramphueng
Buddhafigur in nachdenklicher Ruhe Stehender Buddha in nachdenklicher Ruhe, seine Hände liegen gekreuzt auf seiner Brust, die linke Hand liegt über der rechten Hand.
Legende: Buddha wurde von Tapussa und Bhallika, zwei Geschäftsmänner, besucht die ihm eine Almosenschale überreichten. Diese beiden Männer kannten seine Lehre noch nicht diskutierten aber darüber wie man die Lehre Buddhas dem einfachen Menschen verständlicher machen könnte damit nicht nur die Gebildeten seine Lehre verstehen. Buddha machte sich Gedanken einen einfachen Weg zu finden damit jeder seine Lehre verstehen kann.
Samstag - Paang Naga-Prok
Eine Naga ( Riesenkobra ) beschützt Buddha Sitzender Buddha in der Meditationsstellung, die Hände liegen in seinem Schoss, die außen Handflächen zeigen nach oben. Um ihn vor Regen zu schützen, spritzt eine große Naga ihren Körper über den Buddha.
Legende: Sieben Tage nach seiner Erleuchtung blieb Buddha weiterhin unter dem Bohdi - Baum sitzen, um zu meditieren. In tiefer Meditation verfallen wo er nichts mehr wahrnehmen konnte setze ein starker Monsunregen ein. Da erschien eine siebenköpfige Riesenkobra die Mucilinda hieß. Damit Buddha seine Meditation fortsetzen konnte, erstreckte die Riesenkobra ihre sieben Köpfe über Buddha um ihn vor dem starken Regen zu schützen, nun konnte Buddha ungestört weiter meditieren.
Sonntag - Paang Thawai Net
Achtsamer Buddhafigur Die Hände sind in höhe der Oberschenkel gehalten. Buddha steht aufrecht und in Achtsamkeit, seine Augen sind geöffnet, die rechte Hand liegt über der linken Hand.
Legende: Als Buddha unter dem Bohdi Baum die Erleuchtung fand, stand er auf, machte einen Schritt nach Nordosten und betrachtete den Baum sieben Tage lang. So wurde ihm das Leiden aller Lebewesen, auch des Baumes bewusst, wurde erzählt. Die 8 Buddhastatuen sind auch als Geburtstags oder Glück - Buddhas bekannt. Quellen: Magazine, Bücher. Literatur über Meditation und Buddhismus. Lehren aus dem tibetischen und Theravada Buddhismus.