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Der Mioritic

Historischer
Hintergrund:
Auf
dem ganzen rumänischen Gebiet verteilt, der Hirtenhund Mioritic ist eine
uralte
natürliche Rasse, die überleben und sich entwickeln konnte wegen ihrer
besonderen physischen und psychischen Qualitäten und aus den exklusiven
Interessen der Hirten, in der vorhandenen wirtschaftliche und Umweltlage
dieses
Landes, sie beizubehalten und weiter zu entwickeln.
Der Urvater dieses
Hundes ist der Molosser, der scheinbar von römischen Legionen, während
der
Eroberung Dakiens durch das Römische Reich, mitgebracht wurde. Im Laufe
der
Zeit hat er durch Kreuzungen mit anderen örtlichen Hunderassen, vor
allem mit
denjenigen, die längeres und fülligeres Haar hatten, verschiedene
Veränderungen
gelitten.
Unter den
wichtigsten Faktoren in der Entwicklung dieser uralten Rasse zählen
das kontinentale Klima mit den je nach
Jahreszeit bedingten Temperaturschwankungen, die reiche Vegetation, die
Größe
und Vielzahl der Herden, die viele und verschiedene Raubtiere, die
Transhumans
auf beachtliche Entfernung, der optimale Schutz durch das Haar usw.
Der
von den Rumäner an das Osmanische Reich, an das zaristische Russland und
an das
Polnische Königreich zu zahlender Tribut während des Mittelalters
bestand oft
aus Herden, was die Verteilung dieser Rasse in den Grenzgebieten des
Landes ermöglichte.
Wegen seiner beeindruckenden Kraft und Große, ihrer legenderen Mutes
und
Hingabe aber auch der Tatsache,
dass beide rumänische Rassen (die
Hirtenhunde Mioriticund Carpatin – Bem. des Üb.) auch in Kriegszeiten
von in den
Fürstenarmeen
kämpfenden Hirten, mit Erfolg eingesetzt wurden, wurde die Zahl der bei
einer
Herde eingesetzten Schutzhunde eingeschränkt, abhängig von der Tierzahl
der
Herde. Dieses wurde von den
polnischen Königen eingeführt, die während
der
Herrschaft von Ieremia Movila – Herrscher von Moldawien und
Vasall von
Polen
zwischen 1595 -1606 - ein solches Gesetz aufzwangen.
Der
eigentliche
Name dieses Hundes war ’barac’
oder ’mustacios’ (mit Schnauze), unter welchem diese Rasse zum erstem
Mal im
modernen Zeitalter (1933) von einem deutschen Ingenieur in Temeschvar
während
einer Hundeausstellung präsentiert wurde.
Aus
der
selben Zeit datiert auch das erste Standard-Projekt, zwar in der Presse
der
damaligen Zeit veröffentlicht, blieb aber erfolglos und auch nicht beim
Rumänischen
Königlichen Verband eingetragen. Lange Zeit nach der Einsetzung der
kommunistischen Regime, diese Rasse, so wie die ganze nationale
Kynologie, wurde
nicht mehr befördert und überlebte nur aufgrund des Interesse und der
Bedürfnissen
der Hirten.
Nach
1973,
als der erste kynologische Verband in Rumänien gegründet wurde, fand
eine beträchtliche Verbesserung dieser Rasse statt, die erste massive
Veränderung
in der Geschichte dieser Rasse, aufgrund der materiellen Lage bei dem
Importangebot - in der ersten Phase 200 Exemplaren dieser Rasse -
einiger
australischer Touristen, die 1980 ihre Ferien in Bukovina verbrachten.
In der selben Zeit
gab es in Suceava (Stadt im Norden des Landes –
Bem. des Üb.) der erste offizielle Versuch die Normen dieser Rasse
aufzustellen, unter dem aktuellen Namen: Rumänischen Hirtenhund
Mioritic.
Bedauerlicherweise, mangelnde Kenntnisse auf dem kynologischen Gebiet,
das
Sabotieren mancher Aktivitäten - manchmal sogar durch örtliche
Hundeexperten,
die unerfolgreiche finanzielle Ergebnisse waren der Grund für den
Fehlschlag
des ersten Zwingers von rumänischen Hirtenhunde – die von Radauti (Stadt
im
Norden des Landes – Bem. des Üb.), trotz der materiellen und politischen
Unterstützung des ehemaligen Diktator Sohns, Nicu Ceausescu, selber
Besitzer
und leidenschaftlicher Interessent dieser Rasse. Außerdem, der
persönliche
Stolz der Züchter aus den Gebieten Radauti, Bacau, Hermanstadt,
Temeschvar, der
bis zum Versuch einer neuen Rasse zu schöpfen reichte - der Fall
Hermanstadt,
die
widersprüchliche und unschlüssige Wettbewerbereignisse, die auf den
Mangel
eines korrekt
ausgestellten und eingetragenen Normen-Standards basieren,
welcher
den internationalen Normen dieses
Gebietes entspricht, aber auch wegen
dem
extrem niedrigen Vorbereitungsniveau der autochthonen K
ynologen und
Kynotechnisten, haben
zusammen mit den zur Trennung gehörenden großen Streitigkeiten in der
nationalen Kynologie zu einer Krisensituation im Falle dieser Rasse
geführt.
Dieses Faktum hatte sich bestätigt
durch die Erscheinung von immer mehr
atypischen Exemplaren dieser Rasse – ohne Haare auf dem Stop und Läufe
r,
kleine Körpergröße.
Das
beste Beispiel um das Verhältnis zu anderen Rassen zu zeigen und auch
falscher
Theorien
mancher unqualifizierten Personen entgegen zu kommen, ist der
Südrussische
Hirtenhund –SRO,
wessen
Vater der rumänische Hirtenhund Mioritic ist. Der
SRO wurde aber vor dem Mioritic von FCI als
Rasse anerkannt, aufgrund
der
politischen Situation und der Stand der Beziehungen beider Staaten.
Auch
der
ungarische Kommodor hat Mioritic-Blut in seinen Adern, bekommen in der
Zeit der
ungarisch-österreichischen Herrschaft in Rumänien vor 1916.
Der
erste
Versuch, diese Rasse im Ausland zu präsentieren gehört zum Zwinger
"von Radauti".Vier Rumänische Hirtenhunde
Mioritic sollten zum CACIB nach Berlin schicken geschickt werden. Diese
Hunde
konnten aufgrund eines Fehlers in der Terminplanung leider nicht am
Wettbewerb
teilnehmen, da sie einen Tag später in Berlin angekommen waren.
Die
erste
Präsentation dieser Rasse im Ausland hat bei der Europäischen
Meisterschaft von Charleroi – Belgien 1995 stattgefunden, gefolgt von
der
ersten Vorführung dieser Rasse von CNCCR bei der Weltmeisterschaft in
Mailand
– Italien 2002.
Die
Wiederaufstellung
der Normen für den Rumänischen Hirtenhund Mioritic in
Anbetracht der internationalen Anerkennung ist nach der Abweisung
der
Dokumentation von der FCI von 1996 absolut nötig geworden. Dieses
geschah
aufgrund ihrer falschen und fehlerhaften Präsentation.
Neue
Messungen
haben am 04. April 1998 in Bukarest stattgefunden, auf 236 rumänische
Hirtenhunde Mioritic, durchgeführt von Hundeexperten von der Fakultät
der
Veterinärmedizin – Universität der Landwirtschaft und Veterinärmedizin
Bukarest, zusammen mit CNCCR, wehrend der ersten Nationale Meisterschaft
organisiert von CNCCR.
Die
Untersuchungen
wurden protokolliert in der Anwesenheit vom Herrn J. M. Paschoud,
damaliger Präsident der Standardkommission der Internationale
Kynologische Föderation
(FCI), eingeladen vom rumänischen Präsident, dem Minister der
Landwirtschaft
und Ernährung, der Fakultät der Veterinärmedizin Bukarest und dem CNCCR
in
Dezember 1998, bei der Finale der Nationalen Meisterschaft.
Allgemeines
Erscheinungsbild: großer Hund Typ
Molosser mit einem kompakten und robusten Aufbau
und einer starken Knochenstruktur – typisch für den Molosser, imponiert
Kraft
und Respekt. Er ist ein massiver Hund, dennoch extrem agil, mit sehr
genauen und
schnellen Bewegungen. Er ist widerstandsfähig gegen Krankheiten,
schwierige
Umweltverhältnisse und Nahrungslage, weshalb er jedem Habitat
anpassfähig ist.
Wichtige
Proportionen: die Fanglänge ist kleiner oder höchstens gleich mit
der Schädellänge. Verhalten und Charakter: ruhiges und ausgeglichenes Temperament, vor allem
in den
Städten; die Hingabe für seinen Herrn reicht angstlos bis zur
Selbstopferung
hin. Kinderlieb und perfekter Spielpartner, verhält er sich Fremden
gegenüber
sehr zurückhaltend. Sein Mut und seine Hingabe sind legendär und viele
Geschichten erzählen davon. Seine Persönlichkeit ist kein Hindernis in
der
Erziehung, der Hund erkennt aber nur einen Herrn an. Kopf:
-
Schädel:
massiv, die frontale Seite sehr breit und eine proeminente
okzipitale
Portuberanz.
-
Stop:
leicht ausgeprägt
-
Nasenschwamm:
groß, breit und schwarz
-
Fang:
stark und gerade, leicht verengt Richtung Stop
-
Biss
und Zähne:
starker Biss, Gebiss vollständig und gut entwickelt, vorzugsweise
Scherengebiss, aber auch Zangengebiss zugelassen. Das Fehlen zweier
Prämolaren
PM1 oder zweier Molaren M3 schließt ihn nicht von der Fortpflanzung
aus.
Der Kontur der Lefzen, die im hinteren Bereich, auf die
kommissorale Seite des Fanges, leicht hängen, ist schwarz.
-
Augen:
mandelförmig, mittlere Größe im Vergleich zum Schädel, schräg
positioniert, schwarzfarbig mit langen Wimpern.
-
Behänge:
hoch gelegt, nicht sehr groß, V-förmig mit leicht gerundeten
Spitzen. Wenn
der Hund aufmerksam oder in aktiv ist, werden die Ohren leicht nach
hinten
gerichtet. Das Kupieren wird für die Hunde vom Lande zwar
akzeptiert, ist
aber nicht zu empfählen.
-
Hals:
stark und dick, mittlere Länge, bildet mit der Rückenlinie einen
Winkel
von 40°-45° .
-
Körperbau:
ist kräftig und kompakt, leicht gedehnt von rektangulärer Form, sehr
muskulös.
9.1. Widerrist: leicht herausragend
9.2. Rücken: stark bemuskelt, breit und gerade
9.3. Becken: breit
9.4. Kruppe: leicht geneigt, lässt den hinteren Körperteil
größer
erscheinen
9.5. Brustkorb: breit, tief und gut ausgebildet vor allem im
vorderen
Bereich, steigt bis zur Höhe der Ellenbogen herab, welche seitlich nicht
überschritten
werden
9.6. Abdomen: leicht steigend
9.7. Rippen: gut gebogen und stark, ovalförmig
9.8. Rute: ziemlich hoch platziert, in der Ruhephase hängt bis
zum
Fesselgelenk ab mit der Spitze leicht nach oben gebogen. Ob der Hund
aktiv oder
ruhig ist, sie darf in keiner Form auf dem Rücken getragen werden. Die
Kupierung ist bei den Hunden aus den ländlichen Gebieten erlaubt aber
nicht wünschenswert.
Vorderhand:
von vorn und von der Seite aus gesehen, die Vorderläufe sind parallel,
gerade
mit einer starken und massiven Knochenstruktur. Rückwärts der
Vorderläufe
muss die Haarlänge und -Dichte auf der ganzen Fläche einheitlich sein.
-
Schulter:
das Schulterblatt ist breit und leicht rückwärts geneigt und bildet
mit
dem Kopf einen ca. 100°-Winkel.
-
Vordermittelfuß:
gerade und sehr kräftig
-
Ellenbogen:
sind massiv und werden am Körper getragen
-
Carpus:
etwas ausgedehnt, erlaubt eine elastische Bewegung
-
Metacarpus:
leicht nach vorn gebeugt
-
Vorderpfoten:
ovalförmig, kompakt und massiv, üppig bedeckt mit langem Haar
-
Krallen:
kräftig, schwarz und leicht abgestumpft
-
Ballen:
widerstandsfähig, dick und schwarz
Hinterhand:
von hinten aus gesehen, die Läufer sind parallel und gerade, mit leicht
geöffneten
Winkeln, einer sehr starken Knochenstruktur und gut ausgebildeten
Muskulatur.
Hinterzähen werden nicht als Fehler angesehen, sollten aber im
Erwachsenalter
chirurgisch entfernt werden, aufgrund der Verletzungsgefahr und dadurch
der
Gangbeeinträchtigung.
-
Metatarsus:
leicht gedehnt, kräftig und vertikal
-
Fesselgelenk:
nicht zu hoch positioniert, mit einer eher niedrigen Artikulation
-
Hinterpfoten:
massiv und kompakt, ovalförmig, etwas kleiner als die Vorderpfoten
und
bedeckt mit langem üppigem Haar
-
Krallen:
kräftig, schwarz, weiß oder grau
-
Ballen: widerstandsfähig, dick und schwarz
Bemerkung:
bei den Rüden müssen beide Testikeln völlig im Scrotum sein.
Äußerliches
Erscheinungsbild:
ist auch eine wichtige Charakteristik dieser Rasse. Der Mioritic hat
einen
freien und legeren Gang, bei dem die Läufer sich parallel in einem
großen
Schritt bewegen, welcher einen beträchtlichen Teil des Gebietes zu
bedecken ermöglicht.
Das Merkmal des Ganges wird vom Becken und von der Kruppe gebildet. Sie
vermitteln den falschen Eindruck eines größeren hinteren Körperteils,
was
diese Rasse von anderen ähnlichen (ähnliches äußeres Bild, dennoch viel
kleiner) unterscheiden lässt.
Haarkleid
-
Haar:
ist ein anderes Merkmal dieser Rasse. Es ist lang, üppig,
unempfindlich,
gerade oder manchmal leicht lockig und bedeckt völlig den Kopf, den
Hals,
den Körper und die Läufer. Das Unterhaar ist vor allem im Winter
dicht und
weich. Im Sommer ist es rar, um der Haut eine gute Belüftung zu
ermöglichen.
-
Farbe:
die vorwiegende Farbe ist weiß oder blau-grau. Schwarze, graue oder
gelbliche Flecken werden bevorzugt. Die Farben schwarz, rotbraun
oder braun,
auch als Grundfarben, werden nicht erlaubt. Es wird eine 30%
Bedeckung mit
schwarzen Flecken erlaubt. Die Haut ist rosa und kann mit kleinen
grauen
Flecken pigmentiert sein.
Größe
und Gewicht
-
Widerrichthöhe:
Rüden - mind. 65 cm
Hündinnen
– mind. 60 cm
Eine
obere Grenze gibt es nicht.
-
Gewicht:
Rüden - mind. 45 kg
Hündinnen
- mind. 35 kg
Eine
oberste Grenze gibt es nicht.
Fehler
Jede Abweichung von
den vorgenannten Punkten wird als Fehler angesehen,
und dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung
stehen.
Folgende Fehler
führen zu den Bewertungen “hervorragend”, “sehr
gut”, “zur Reproduktion
zugelassen“ und „zur Reproduktion
empfohlen“
- wenig markierte sekundäre Geschlechtsmerkmale
- atypischer Aspekt, empfindlich, schwacher Körperbau
- kein kompakter Kopf/ Körper, wolfartiger Aspekt
- Fehler beim Laufen
- die Rute wird nicht richtig getragen
- ungewünschte Haarfarben
- Fehler im Erscheinungsbild: keine parallele Glieder,
- kürzeres Haar auf dem Kopf oder/und Körper oder/und Glieder
- übermäßige Aggressivität beim Wettbewerb oder der Widerstand für
die
Fangkontrolle
- niedriges Niveau der physischen Präsentation im Wettbewerb,
verfilztes
oder ungebürstetes Haar
- bei Punktegleichheit wird der Hund mit dem Scherengebiß bevorzugt
Schwere
Fehler
Folgende Fehler
führen zu den Bewertungen “sehr gut”, “gut”, “zugelassen nur unter
koordinierter Paarung“
- atypischer Kopf
- Progenie oder Rückbiss
- Fehlen anderen Prämolaren oder Molaren außer PM1 und M3, Front-
oder
Eckzähnen, so wie Doppelanlage von Molaren/ Prämolaren
- Fehlerhaftes Erscheinungsbild: Bärpfoten, auf verschiedene Weise
gekrümmter
Rücken
- Stehohren
- dünne Glieder
- schwache und längliche Knochenstruktur bei Rüden
- Größe an der untersten Standard-Grenze
- Lockiges oder schwarzes Haar auf mehr als 30% aber nicht weniger
als 60%
Körperfläche
- leichte Depigmentierung des Nasenschwamms, der Lefzen und der
Augen
- okulare Heterochronie
Ausschließende
Fehler
Folgende Fehler
führen zu den Bewertungen “befriedigend”,“ausreichend” und “zur Reproduktion nicht
zugelassen”
- morphologische Elemente, die nicht zu dieser Rasse gehören
- die Farben schwarz, rotbraun oder braun
- Größe unter den zugelassenen Normen
- Starke Depigmentierungen des Nasenschwamms, der Lefzen und der
Augen
- Monorchismus oder Kryptorchismus - kurzes Haar
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