Multiple Persönlichkeit (DIS) (insbesondere in Zusammenhang mit Kulterfahrungen) Triggergefahr
Folgende Infos, welche ich im Rahmen des Abiturs verfasst hatte, können stark triggern und ggf. Programme auslösen! Insbesondere Betroffene sollten den Text NUR bei absolut stabiler Verfassung bzw. im Beisein einer Vertrauensperson lesen. Für eventuelle Folgen des Lesens dieses Textes kann ich keine Haftung übernehmen. Bitte achtet auf euch.
Generelles
Nähere Infos
Hilfe Betroffene (Therapie, Anm.)
Psychotherapie
Die Therapeutin dient in erster Linie dazu, zwischen den verschiedenen „Personen“ zu vermitteln, damit eines Tages aus den verschiedenen Anteilen ein einheitliches „Ich“ entstehen kann.
Das PACEM-Modell
Dieses Modell dient zur Reassoziierung traumatischer Erinnerungen und zur Neutralisierung von „Programmen“. P = pain (Schmerzen) A = auditory (auditive Erinnerungen) C = context (Context der traumatischen Erfahrung) ' E = emotion (Emotionale Erinnerungen)' M = medication (während eines Traumas bzw. einer Programmierung verwendete psychisch wirksame Substanzen)
Diese fünf Elemente werden in der Therapie, um Abreaktionen des Traumas zu verhindern, einzeln identifiziert und in einen imaginären Tresor gepackt, um sie getrennt voneinander behandeln (d.h. einzeln herausholen, integrieren und wieder wegpacken) zu können. Eine verlässliche Innenperson (z.B. die „Gastgeberin“ oder ein „Beschützer“) bekommen den Tresorschlüssel bzw. die Zahlenkombination. In der Imagination wird der Tresor geöffnet und alle gefährlichen Erinnerungen und „Programme“ werden dort hineingepackt. Anschließend wird die Tür sorgfältig verschlossen.Ist die Erinnerung komplett reassoziiert, kann das jeweilige „Programm“ gelöscht werden. Anschließend wird das vollständige „Programmierungserlebnis“ dem gesamten Persönlichkeitssystem mitgeteilt, und die „Gastgeberin“ kann die vorher dissoziierte Erfahrung integrieren.
PDE-Reassoziation Diese Bezeichnung bezieht sich auf die in frühester Kindheit gesetzten „Programme“ und deren Art und Weise, wie sie identifiziert werden können, um zu ihnen Zugang zu bekommen, sie reassoziieren und danach löschen zu können.
P = Primäre D = Dissoziative E = Erfahrung
Die bewusst von den Tätern geschaffene Dissoziation vor dem ersten Lebensjahr eines Kindes nennt man „primäre Dissoziation“. Hierzu werden die natürlichen Reflexe des Säuglings ausgebeutet, indem sie überrascht und geschockt werden, um dadurch eine Betäubung bzw. Dissoziation herbeizuführen. Diese primären Programme dienen häufig als Basis für alle anderen Programmierungen und sollten in der Psychotherapie erst nach den sekundären „Programmierungen“ gelöscht werden. Stößt man auf eine PDE, lässt sich dadurch das gesamte innere „Programmierungs-Netz“ rasch identifizieren und anschließend löschen, sobald die grundlegenden primären dissoziativen Erfahrungen reassoziiert sind.
Mit spontanen Abreaktionen umgehen
Spontane Abreaktionen sind häufiger als „Flashbacks“ bekannt, und bedeuten Erinnerungsattacken an traumatische Erlebnisse. Diese sind für den Betroffenen in der Regel erneut traumatisierend; es folgt eine psychophysische Erregung wie während des Traumas.In der Therapie wird die Klientin ermutigt, Schritt für Schritt auch jene Emotionen zu erleben, die unvollständig oder gar nicht erlebt werden konnten, während das Trauma zustande kam.Dadurch lernt die Klientin, ihre gesamten Empfindungen und Schmerzen mit allen am Trauma beteiligten Innenpersonen zu „teilen“ und in die Gesamtpersönlichkeit integrieren zu können.Auch hypnotherapeutische Techniken können bei einer Traumabearbeitung hilfreich sein.
Integration/Fusion
Integration bedeutet: „Person“ A und „Person“ B tun sich zusammen; die eine spürt, wie es der anderen geht, sie lernt deren Erinnerungen kennen und bekommt zunehmen das Gefühl, als habe sie das erlebt. Fusion schließlich ist das Verschmelzen von „Person“ A und „Person“ B zu „Person“ AB, wobei sich die Persönlichkeitsanteile so vermischen, wie s ihrer Bedeutung im Persönlichkeitssystem entspricht.
Annerkennung/Bedeutung des Traumas
Betroffene wollen ihr Trauma meist lange nicht anerkennen. Dabei ist es für die Therapeutin wichtig, dass sie der Betroffenen Stärke und Empathie gleichermaßen zeigt. Die Therapeutin muss spüren, inwieweit sie „hart“ bleiben muss und wann es wirklich so unerträglich für die Klientin wird, dass sie ihr dabei helfen muss, sich vorübergehend – z.B. durch die Schaffung eines sicheren Ortes oder durch das Errichten von amnestischen Barrieren – vom Trauma zu distanzieren. Erst wenn die Betroffene die Vergangenheit und den damit verbundenen Lebensverlauf anerkannt hat, ist es Möglich, der Zukunft Sinn zu verleihen. Der Sinn des zukünftigen Lebens lässt sie Ziele finden, die in Kooperation und Integration der Personenanteile erreicht werden können. Somit kann ein Aufgeben ihres einst wichtigsten Abwehr- und Schutzmechanismus erreicht werden.
Nachintegrative Arbeit
Nach der Integration der Persönlichkeitsanteile ist es wichtig, Trauerarbeit bzgl. der zerstörten Kindheit zu betreiben, und Schuldfragen zu bearbeiten (besonders, wenn abgespaltene Persönlichkeiten zu Tätern geworden waren).Der Betroffene muss zudem andere Abwehrmöglichkeiten als die bisherige Dissoziation lernen.
Hilfe Angehörige
(vgl.: Huber, Michaela: Multiple Persönlichkeiten - Überlebende extremer Gewalt. Verlag: Fischer.)
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