Trauma und PTBS (Posttraumatische Belastungsreaktion)
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Hier findest du Tipps im Umgang mit Betroffenen bei Flashbacks, insbesondere als Partner bei sexuellem Missbrauch.
Wenn ein Betroffener in einem Flash ist, dann erlebt dieser das traumatische Erlebnis innerlich sehr real nach. Das kann in Form von Bildern, Gerüchen, Worten, Schmerzen, oder einfach Gefühlen sein. Ein Flash unterscheidet sich von einer "normalen" Erinnerung also durch die Überflutung des realistischen Nachempfindens. Dass der Betroffene in einem Flash ist, kann man an unterschiedlichen Dingen erkennen (ist wohl auch individuell verschieden), z.B. an: Weinen, Verstummen, um sich schlagen, Wutausbrüchen, usw.
Wichtig ist, dass du als Angehöriger/Partner in so einem Moment selbst Ruhe bewahrst. So kann der Betroffene am Ehesten begreifen, dass in der Realität nichts Bedrohliches ist. Wenn du selbst Angst bekommst, spüren das die Betroffenen, auch, wenn sie es nicht zeigen können. Den meisten Betroffenen scheint es zu helfen, wenn sie die Stimme einer Vertrauensperson bzw. des Partners hören. Sehr hilfreich kann es also sein, beruhigend auf den Betroffenen einzureden. Ein "Reiß dich zusammen" wird bei einem Flash nicht viel helfen. Besser ist es, dem Opfer klar zu machen, dass ihm nichts passieren kann, du hier bist, usw. Auch kann es manchmal helfen, das Datum zu erwähnen, und klar zu machen, dass das Erlebnis Vergangenheit und nicht mehr real ist. Außerdem kannst du fragen: "Was denkst du gerade?" oder "Wo bist du gerade?" oder "Was macht dir Angst?" - Manche Betroffene wollen sich mitteilen, andere können oder wollen es nicht (es ist manchmal wie ein "reden wollen, aber nicht können", ähnlich wie in einem Alptraum, wo man schreien will, aber nicht kann - daher können auch Entscheidungsfragen wie "Hast du Angst?", "Hast du Schmerzen?", "Ist dir schlecht?", etc. manchmal noch eher beantwortet werden können und dir eine bessere Einsicht in die Gefühlswelt des Betroffenen geben). Wenn du mit dem Betroffenen redest, dann fordere ihn auf, dich anzusehen. Manchmal sind Flashs nämlich so heftig bzw. realistisch, dass der Angehörige/Partner kurzfristig mit dem Täter verwechselt wird. Nimm es also bitte nicht persönlich, wenn Gefühle, wie Angst oder Wut kurzfristig gegen dich gerichtet sind. Mache dem Betroffenen in diesem Fall am Besten klar, wer du bist, und wo er sich befindet. Vielen Betroffenen tut während eines Flashs auch (nichtsexuelle) Nähe gut, z.B. in Form von Umarmungen und vorsichtigen Berührungen. Manchmal kann eine stärkere (nicht gewaltsame!) Berührung helfen, in die Realität zu kommen. Andere Betroffene wiederum können in einem Flash überhaupt keine Berührungen ertragen - wenn ein Betroffener keine Berührungen mag, akzeptiere das bitte. Vielleicht hast du das Gefühl, deine Bemühungen wären umsonst. Viele Betroffene nehmen die Anwesenheit einer Vertrauensperson allerdings sehr wohl wahr - sie können dies oft bloß nicht zeigen (vergleichbar mit einem "innerlichen erstarrt sein"). Oft ist ein Flashback so heftig, dass Betroffene erst ein bisschen brauchen, um da wieder rauszukommen. Wenn der Betroffene dann wieder "zu sich" kommt, dann achte darauf, dass er nicht gleich wiede erneut in einen Flash gerät, und gib ihm die Zeit, sich wieder im Hier und Jetzt zurechtzufinden.
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