Letzte Aktualisierung: 06.01.12

 

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Sexuelle Übergriffe / Belästigung Triggergefahr

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Hilfe Betroffene

Hilfe Angehörige

Sobald du nicht wegsiehst, sondern hinsiehst, und bereit bist, den Betroffenen auf seinem Weg zu begleiten, wirst du zum "Verbündeten" der betroffenen Person. Diese Entscheidung zu treffen ist ein mutiger, aufrichtiger Schritt. Im Folgenden ein paar Punkte (welche sich v.a. an Partner von Missbrauchsopfern richten), die man hierbei beachten kann:

Vertrauen
Vertrauen ist etwas, das einigen Betroffenen fehlt bzw. genommen wurde. Um Vertrauen aufzubauen ist es daher wichtig, authentisch zu sein und Versprechen, die du machst, so gut es geht, einzuhalten.

Gefühle
Vielen Betroffenen fällt es schwer, über ihre Gefühle zu reden. Es kann also helfen, wenn du selbst auch über deine Gefühle sprichst und so ein Zugang zu Gefühlen hergestellt werden kann.

Konflikte
Natürlich kann es in zwischenmenschlichen Beziehungen immer wieder zu Konflikten kommen. Dabei ist es wichtig, fair zu bleiben, d.h. auf sachlicher Ebene zu bleiben, nicht persönlich zu werden und v.a. nicht gewalttätig zu werden. Manchmal kann Streit auch Flashbacks auslösen (z.B. wenn Herumgeschrien wird) und der Angehörige mit dem Täter verwechselt wird; sobald du merkst, dass die Wut nicht mehr gegen dich gerichtet ist, frage, wo der Betroffene gerade ist, bzw. woran er gerade denkt.

sexuelle Nähe
Dieser Punkt ist ziemlich komplex; manche Betroffenen können kaum Berührungen ertragen, andere Betroffene haben bestimmte Tabus, andere wiederum sogar ein übersteigertes sexuelles Verlangen. Generell gilt: Vorsichtigkeit bei Annäherungen, und v.a. NIEMALS etwas gegen den Willen des Betroffenen zu tun! Hilfreich kann ein Codewort sein, das man sich im Vorhinein abmachen kann, und zur Not vom Betroffenen gesagt werden kann, um alle sexuellen Handlungen abzubrechen. Manchmal jedoch können Betroffene schon zu große Angst haben, um etwas sagen zu können. Es ist also viel Geduld und Einfühlsamkeit gefragt. Ist der Betroffene bereits in einem Flash, kannst du fragen: "Woran denkst du gerade?" o.ä., oder Entscheidungsfragen (die u.U. noch leichter beantwortet werden können), wie: "Hast du Angst?", "Hast du Schmerzen?", usw. Die Stimme einer Vertrauensperson hilft vielen Betroffenen in einem Flash sehr. Auch Berührungen und Umarmungen können sehr beruhigend wirken - jedoch nicht bei allen Betroffenen.

Grenzen
Viele Betroffenen haben Grenzen nie kennengelernt oder verlernt, Grenzen zu setzen bzw. zu erkennen, weil ihre eigenen Grenzen überschritten wurden. Du hast allerdings ebenso ein Recht auf Grenzen. Es steht dir zu, auch gegenüber dem Betroffenen Grenzen zu setzen. Es wäre gut, wenn du dann mit dem Betroffenen in Ruhe über deine Grenzen sprichst, da dieser sich sonst in seiner Persönlichkeit abgewiesen vorkommen könnte. Viele Betroffene müssen oft erst wieder lernen, dass jeder ein Recht auf Grenzen haben - sowohl sie selbst, als auch andere.

BDSM & Psychisches



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