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Kerstin Surra aus Köln schreibt über sich:
Ich schreibe, weil ich es muss! Es ist Bedürfnis wie Atmen und Essen. Letzteres wie erstes, Essen wie Schreiben sollte man ja auch mit Hingabe tun.
Schreiben als Leidenschaft, nicht aber im Sinne von Leiden, nur manchmal. Über Inneres und Äußeres, keinem Sujet alleine verpflichtet. Das wollte ich nie. Die Freiheit des Schreibens auch in der Wahl der Themen, der Stile. Ich will mich ja nicht selber langweilen, wo ich doch so viel Zeit mit Schreiben verbringe.
Worüber? Erlebtes, Erfundenes, Erträumtes. Mit Trauer in der Stimme oder einem Lachen im Hals.
Dinge, die mich angehen? Freiheit. Immer die Freiheit, aber auch das Fernweh, die Suche, das Scheitern.
Die Form? Oh, die Form, nun, mal kurz, mal lang. Auch ein paar schlechte Gedichte sind dabei. Weil leidenschaftlich getan ja noch lange nicht talentiert sein heißt. Und wer hätte nicht einige Gedichte, Zeilen nur oder ellenlange Kaskaden in seiner Schublade liegen. Da bin ich wie die meisten.
Das Malen als Ausdrucksform, Fotografieren zur Erinnerung und manchmal auch um des schönen Scheines Willen, der auf allen Dingen liegt, den Hübschen und den scheinbar Hässlichen. Das Lesen wieder aus Leidenschaft. Gedichte, aber die Guten, Kurzgeschichten, Romane, Wissenschaftliches.
Das Reisen weil ich Fernwehkrank bin, seit frühester Kindheit. Da kann man wohl nichts machen. Keine Medizin erfunden gegen das Ziehen in der Brust und dem Sehnen im Kopf. Vielleicht nur die Freunde, die Familie, die Wichtigen in meinem Leben. Und natürlich das Reisen selber, das die Sehnsucht stillt, für Momente. Reisen, um alles zu sehen, zu schmecken, zu kosten, was es zu kosten gibt. Um zu fotografieren, zu malen, zu schreiben.
Und zu Hause?
Dann wieder in die Ferne schweifen, mit dem Stift in der Hand und den Gedanken in den Wolken fort, nur fort.
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