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S
o sollten Ihre Tiere nicht aussehen.

Im Sommer 2010 wurden mir 2 männliche Griechische Landschildkröten gebracht. Die Tiere waren 10 Jahre alt und hatten noch einen ganz weichen Bauchpanzer. Lange Jahre Terrarienhaltung hatten die Tiere rachitisch und totkrank werden lassen. Man einem Interessenten habe ich am Telefon schon gesagt, wenn er/sie unbedingt auf eine Haltung im Terrarium bestanden hat, dass sie sich erstmal die kranken Tiere ansehen sollen, die hier immer mal wieder abgegeben werden. Also Leute, hier sind sie nun, die armen Wesen.

Tier Nr.1




 



--

Tier Nr. 2

 


 




Muß ich dazu noch was sagen/schreiben???


 


Rechts der Panzer, dass ist das obere Tier Nr.1.
Links ist der Panzer eines gesunden Tieres (zumindest gesunde Knochen, es ist an einer anderen Ursache gestorben).

Dieses Foto wurde mir von Frau Dr. Pante zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank dafür.

Als das erste Tier verstorben war, suchte Frau Dr. Pante gerade den Panzer eines verstorbenen Tieres aus falscher Haltung für ihre Vorträge über falsche Haltung bei Landschildkröten. Ich dachte mir, so hat das schreckliche Leben der armen Schildkröten wenigstens noch einen Sinn und hilft somit vielleicht anderen Tieren, deren Besitzer die Haltung dann vielleicht umstellen.

Der Panzer wurde dann in einem speziellen Verfahren haltbar gemacht. Normalerweise, wenn ein Tier stirbt, lösen sich die Schildplatten mit der Zeit von den Knochenplatten ab. Durch dieses Verfahren wird das verhindert. Es werden normalerweise auch alle Knochen als komplettes Skelett zurück behalten. Bei dem linken Tier sind auch noch alle Knochen und der Bauchpanzer vorhanden. Bei meinem Tier ging das nicht mehr, weil die Knochen kaum noch vorhanden waren. Der Bauchpanzer ging auch nicht mehr. Im Rückenpanzer sieht man hier genau, dass kaum noch Knochenplatten, die normalerweise unter den Schildplatten sind (wie links noch zu sehen ist) vorhanden sind. Durch mangelnde UVB-Bestrahlung und zu wenig kalkreiches Futter (bzw. keine Zugabe von Sepia und zermahlenen Eierschalen), waren die Knochen/Knochenplatten so weit zurück gegangen. Das Tier Nr.1 starb ca. 6-8 Wochen, nachdem es mir gebracht wurde. Das Tier Nr. 2 war das Größere und hat das Kleinere Nr.1 immer gemobbt und dominiert. Als es hier ankam hat es schon länger nicht mehr gefressen.
Es ist auch leider garnicht mehr angefangen zu fressen.

Das Tier Nr. 2 hat im ersten Winter eine verkürzte Winterstarre gehalten. Den darauf folgenden Sommer hat er sich sehr gut gemacht im Freigehege und ich dachte schon er wird nochmal. Leider ist er dann im nächsten Winter in der Winterstarre verstorben. Ich wollte ihn wieder kürzer schlafen lassen, aber als ich nach ihm sah, war er schon tot.

Der Kleine ist 10 Jahre alt geworden und der größere 11 Jahre. Die Tiere hätten noch 80 bis über 100 Jahre alt werden können. Schade......  :-(((


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Wie heißt es immer so schön  -  Schlimmer gehts nimmer
- Falsch -
es geht immer noch schlimmer :-(


Diese beiden Tiere wurden mir im Januar 2009 nach einem Telefonat vor der Tür abgestellt. 


2 weibliche Maurische Landschildkröten
aus Tunesien
Testudo graeca nabeulensis

 
Das obere Tier (Nr. 1) sieht so erstmal nicht allzu schlimm aus.
Bei dem unteren Tier (Nr. 2)  ist es schon recht extrem.
Die Rachitis ist schon sehr weit fortgeschritten.





Was man auf den Bildern nicht sieht ist, dass beide Tiere unheimlich weich waren. Sowas habe ich noch nie erlebt und meine Tierärztin wohl auch nicht. Als ich zur ersten Untersuchung kam, meinte sie, dass es das Beste wäre, die Tiere einzuschläfern. Beide Tier haben nicht mehr (vermutlich schon sehr lange) gefressen. Der Panzer war so weich, wenn man sie an der Seite anfasste und hoch hob, dann wappte der Panzer nach unten durch. Der Bauchpanzer war so instabil, als wenn man 2-3 Schichten Küchenrolle nass macht. Da hätte man mit dem Finger so durchstechen können. Fürchterlich....




Zudem hatte das Tier Nr. 2 noch eine starke Sepsis. Diese Bilder stammen vom ersten Tag beim Tierarztbesuch.

Ok, wenn ich die beiden durch bekommen wollte, dann mußte ich jetzt spritzen lernen. Gut von meiner Tierärztin informiert und eingewiesen, fuhr ich wieder mit meinen Tieren nach Hause. Im Gepäck ein Kalziumpräparat und Ringer zum spritzen.... und noch was zum spritzen ... was war das noch, muß ich nochmal fragen, ist ja schon 4 Jahre her. Dann noch ein Antibiotikum für das Tier mit der Sepsis. Sollte die Sepsis noch weiter an den Seiten hoch ziehen oder Blut durchkommen, dann sofort wiederkommen zum einschläfern.

Zusätzlich sollte ich mir noch Kalcium-Lactat aus der Apotheke holen. Das wird in ganz geringen Mengen ins Trinkwasser gegeben. Es ist das einzigste Kalcium, das wasserlöslich ist. Gut...

So... selbst trinken war aber nicht, weil sie konnten ja nicht mehr laufen und zum Wassernapf zu laufen, daran war garnicht zu denken. Napf davor stellen, ging auch nicht - keine Reaktion. Also, mehrmals täglich gebadet in warmen Wasser mit Kalcium-Lactet. Die Nr. 1 hat mit der Zeit selbst getrunken. Die Nr. 2 nicht. Also habe ich ihr tröpfchenweise das Wasser in das schiefe rachitisch verwachsene Maul getröpfelt. Sie schluckte dann. Wenigstens etwas.

Ok. aber wie jetzt ans Futter bekommen. Als das mit dem Spritzen geben und dem Trinken beim Baden dann langsam ganz gut klappte, habe ich mir üblegt wie ich das Futter in die Tiere bekomme. Zwangsernährung schied aus, weil die Tiere so weich waren, das sie garnicht zu händeln waren. Man konnte sie nur vorsichtig an den Seiten anfassen und kurz schnell umsetzen. Innengehege - Badeschale - und zurück. Nicht großartig festhalten und sowas.

Wenn ich das Kalcium-Lactat mit dem Wasser rein bekam, warum dann nicht was anderes irgendwie brei-mäßiges??? Ich hab dann mal Agrobs ins Badewasser mit reingelegt und aufgelöst. Zumindest haben sie dann schon mal so ein paar Fusselchen von dem Agrobs mitgetrunken und es kamen geringe Mengen in den Magen. Dann habe ich es immer etwas dicker gemacht. Irgendwann habe ich dann, als sie in der Wanne saßen, einen größeren Haufen von dem matschigen Agrobs auf sie zugeschoben und siehe da, sie haben richtig reingebissen :-)))

Jetzt ging es aufwärts. Dann haben sie es irgenwann aus einem flachen Schälchen gefressen, mittlerweile dann auch mit feingehacktem Grünzeug darin. Sie fingen nacheinander auch das Laufen wieder an. Zuerst immer die Nr. 1 und dann die schwächere Nr. 2.

Bei dem Feingehackten ist es dann auch noch lange Zeit geblieben, weil nicht nur der Panzer total weich war, sondern auch alles andere, z.B. auch das Maul. Das Problem war, wenn sie von einem normalen Blatt abgebissen haben, was ja sonst schon ein gerade geschlüpftes Baby schafft, dann konnten sie nicht abbeissen. Mit den Füssen versuchten sie es dann abzureissen, aber es zog sich alles aus dem Maul wieder raus. Daher gab es dann noch lange kleingehacktes Grünzeug. Die Sepsis bei dem zweiten Tier war dann auch mit der Zeit behoben.

Mittlerweise sind beide sehr schön hart geworden. Natürlich immer noch zu flach und die mit der Sepsis ist ja auch richtig rachitisch gewachsen. Das geht nicht weg. Sie fressen wie die Scheunendrescher und sind bei schönem Wetter gern draußen im Freigehege. Da die Tunesier ja etwas empfindlicher sind und auch keine Winterstarre halten, kommen sie nur bei gutem Wetter raus.

Es sind nun schon einige Jahre, dass die Tiere hier bei mir sind. Ich habe es noch nie so extrem erlebt, welchen Lebenswillen diese Tiere haben. Von wirklich - fast tot - bis jetzt, trotz kleinen Einschränkungen, wieder ein normales Leben zu führen. Es ist echt Wahnsinn. Eigentlich möchte ich keine winterwachen Tiere halten, aber bisher habe ich noch nicht den richtigen Platz für die beiden gefunden. Vielleicht kann ich mich auch nur nicht trennen...


Ich mache demnächst mal ein neues Bild, damit ihr seht wie gut es den Beiden geht.



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Das folgende Tier stammt aus einem Zoo-fach-Geschäft wo die unkompetente Beratung mal wieder nichts ausgelassen hat, was den Tieren schaden könnte.


      

Das ist die kleine Breitrand. Man sieht sogar von oben schon wie huckelig sie gewachsen ist. Der Panzer war so weich wie der einer gerade geschlüpften Schildkröte.

               
Von der Seite sieht man wie flach und huckelig sie wirklich ist. Der Bauchpanzer ist viel zu dick gewachsen von der Bodenheizung. Sie hat also kaum Platz in ihrem Panzer. Die Krallen sind spitz und lang und hatten keine Abnutzung. Ebenso die Hornschneiden am Maul.

Das Griechischen Männchen, mit der sie zusammen gehalten wurde, sah ähnlich aus. Er war aber etwas höher gewachsen, hat aber auch die Huckel. Der Bauchpanzer ist ebenso viel zu dick. Lange Krallen, Schnabel und der Schwanz ist nach hinten geknickt. Der Panzer war auch sehr weich, aber nicht so schlimm wie bei der kleinen Marginata.

Es wurde wirklich alles getan um die Tiere nicht alt werden zu lassen. Denn eine Landschildkröte kann bei richtiger Haltung 80 bis über 100 Jahre alt werden. Aber welcher richtige Geschäftsmann will schon das die Kunden erst in 100 Jahren wieder kommen, um ein neues Tier zu kaufen?    


Den neuen Besitzern, die keinen Garten haben, wurde natürlich das Beste vom Besten verkauft. Alles was man überhaupt nicht braucht für die Aufzucht von jungen Europäischen Landschildkröten. Ich spreche nur von Europäischen Landschildkröten. Es ist mir bewußt das es Arten gibt, die man leider im Terrarium halten muß. Wobei man selbst mit einem Zimmerterrarium dem Bewegungsdrang der meisten Arten nicht gerecht werden kann.

Zuerst bekamen die neuen Kunden mal ein Terrarium, natürlich oben geschlossen mit kleinen Schiebetürchen, weil´s noch teurer ist. Wird auch gern genommen, weil es so hübsch aussieht.

Weiterhin noch eine extra Reptilien Wärmelampe, die natürlich in dem geschlossenen Terrarium nicht nur eine punktuelle Wärme bringt, sondern die ganze Kiste aufheizt und die Tiere keine Möglichkeit haben, sich in kühlere Ecken zurück zu ziehen. Das die verkaufte Neonröhre, die eigentlich UVB abgeben sollte, schon nach 2-3 Monaten ausgetauscht werden müßte weil sie dann kein UVB mehr abgibt, darüber wurde erstmal nicht gesprochen. Das dafür besser eine Osram-Vitalux 300 oder die baugleiche Sanolux verkauft wird habe ich von einem Zoogeschäft noch nie gehört, denn diese Lampen halten ja bis zu 10 Jahren und geben auch noch UVB ab.
Aber wer will schon, das die Kunden erst in 10 Jahren eine neue Lampe kaufen müssen? Bei diesen Lampen ist der UVB-Anteil sehr hoch und man braucht die Tiere nur alle 1-2 Tage für ca.15 Minuten damit bestrahlen. Es ist natürlich vom Stromverbrauch her günstiger, wenn ich für die Wärme einen 50 oder 75 Watt Sylvania-Strahler ganztags nehme und die Osram mit 300 Watt nur alle 1-2 Tage für ca. 20 Minuten, als wenn ich eine Mischlichtlampe wie z.B.  die Powersun mit 160 Watt für ganztags nehme. 

Dann werden noch Buchenholzhäxel oder Kokosfasersubstrat als Einstreu verkauft, denn dafür und auch für das angeblich unbedingt benötigte Fertigfutter und die tollen Vitaminpräperate muß man ja öfters mal wieder ins Zoo-fach-Geschäft kommen, wenn die Vorräte zur Neige gehen. Bei der Gelegenheit kann man den Kunden, die ja nur das Beste für ihre Kleinen kaufen wollen, noch eine Heizmatte oder einen Heizstein andrehen, damit der Bauchpanzer auch noch deformiert wird und zu dick wächst. Fütterungsanweisungen wie Salat, Obst und Gemüse setzen dem Ganzen dann die Krone auf. Alles in allem kommt dann 2-3 Jahre später sowas wie oben gezeigt dabei heraus.

Zuerst nur eine Griechische Landschildkröte allein verkauft und einen Tag später, weil es so hübsch aussieht, noch eine Breitrand dazu. Kann man ja alle zusammen halten. Die Haltungsanforderungen sind zwar unterschiedlich und die Tiere werden auf die falsche Art geprägt, aber wen interessiert´s, hauptsache gut verkauft und die Kasse stimmt.        


Als die kleine Breitrand dann bereits 3 Wochen das Fressen aufgegeben hatte und die Kunden sich bei mir informiert haben und die andere Seite der Schildkrötenaufzucht angehört hatten, blieben die beiden dann hier. Die Panzer beider Tiere waren total weich, wie sonst Schlüpflinge mit einem halben Jahr (diese Beiden sind aber ca. 3-4  Jahre alt). So schlimm habe ich das in 40 Jahren noch nicht gesehen. Die Breitrand hatte dicke Ringe um die Augen. Beide Tiere waren von den Farben her sehr kontrastreich, also die hellen Anteile im Panzer sind viel zu hell gegenüber Tieren die im Freigehege unter natürlicher Sonne aufwachsen. Bei dem kleinen Griechen, der in diesem Alter schon total den Macho raushängen läßt, ist der Schwanz nach hinten gebogen. Ich denke es kommt von der zu trockenen Haltung durch die Holzhäxel in Verbindung mit der Heizmatte. Ebenfalls haben beide total dicke Bauchpanzer, auch von der Heizmatte. Spätere Atemprobleme werden nicht ausbleiben. Falls die Breitrand sich als Weibchen entpuppen sollte, wird sie noch zusätzliche Probleme mit Legenot bekommen können. Ich hoffe also, es ist ein Männchen, dann bleibt es vielleicht bei Atemnot. Auch werden beide schon schwere Nieren- und Leberschäden haben. Ich hoffe sie überleben die nächsten Jahre.

Zuerst mal habe ich die beiden getrennt, weil der kleine Grieche die Breitrand nur gebissen hat. Sie kam schon nicht mehr aus dem Panzer und hatte das Fressen ja schon wie gesagt seit 3 Wochen aufgegeben.

Nach einiger Zeit fraß die kleine Breitrand dann endlich wieder, manchmal lief sie schon recht aufgeweckt durchs Gehege, aber dann sah sie wieder mal recht träge aus und es würde sich zeigen, ob sie es auf Dauer überlebt.

Beide wurden dann nach einem weiteren Tierarzt-Besuch und Quarantänezeit in eine passende Gruppe integriert.

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August 2007

Mittlerweile ist der kleine Grieche mit drei von meinen Nachzuchten von 2005 an eine neue Halterin gegangen, die extra ein großes Freigehege mit beheizbarem Gewächshaus gebaut hat. In die Gruppe hatte sich der Kleine nach anfänglichen Schwierigkeiten hier schon sehr gut integriert. Ich hoffe es bleibt so.

Die kleine marginata lebt bei meinen marginata-Nachzuchten von 2006. Hier blüht sie förmlich auf, denn sie ist unter artgleichen Schildkröten und keiner beißt sie mehr, denn Sie ist ja die Größte.





Hier der Unterschied zwischen dem Tier aus Terrarienaufzucht und einem artgerecht aufgezogenen Tier.
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01. Dezember 2007

Die kleine Breitrand ist wie auch die anderen kleinen Breitandschildkröten von 2006 von selbst in die Winterstarre geganen und hat sich in ihrem Gehege vergraben. Demnächst werden sie in den Kühlschrank überführt. Mal sehen wie sie den Winter übersteht. Evtl. werde ich sie etwas früher, also nach ca. 3 Monaten, schon aufwecken. Wenn alles gut geht, dann kann sie wie die andern semiadulten Tiere ca. 4 Monate in der Winterstarre bleiben.

01.03.2008

Ich habe die kleine Breitrand früher ausgewintert, weil ich doch etwas Angst hatte, sie könnte es nicht überstehen. Oftmals sterben Tiere mit geschädigten Nieren erst kurz nach der Winterstarre. Aber ihr scheint es noch gut zu gehen. Hoffentlich bleibt es so. Der Panzer ist wirklich sehr tief eingefallen. Das macht mir doch Sorgen. Ansonsten frisst sie alles was ihr an Wildkräutern angeboten wird, auch in getrockneter Form. Auch Agrobs frisst sie. Und das, obwohl sie vorher nur mit Fertigfutter und Obst, Gemüse, Salat gefüttert wurde. Es ist immer wieder erstaunlich, wie groß doch der Überlebenswille der Tiere ist.





Weiter geht es mit meinem ersten Marginata Bock. So wird die kleine marginata von oben in ca. 15 Jahren auch aussehen. Diesen Bock habe ich bei einer bekannten hermanni-Züchterin, die ca. 60 km von mir entfernt wohnt, gefunden. Da es marginata damals kaum in unserer Gegend gab, war ich froh, endlich einen Bock für meine beiden Damen gefunden zu haben. Ich dachte erst, da die Züchterin oft Tierbestände aufkauft und viel handelt, dass sie ihn irgendwo aufgekauft hat. Später erfuhr ich dann von der Züchterin aus deren Zucht das Tier ursprünglich stammte, das diese Dame das Tier bereits als Schlüpfling bei ihr gekauft hatte und selbst so schlecht aufgezogen hatte. Es ist immer wieder erstaunlich, das Züchter die ihre Tiere offensichtlich falsch halten, immer noch so ein gutes Ansehen haben.



     

   



Man sieht deutlich die starken Huckel auf dem Panzer. Rechts daneben ein schönes glatt gewachsenes Tier im gleichen Alter


Durch Kontakt mit der Züchterin stellte sich dann auch noch heraus, dass er ein Geschwistertier zu meinen beiden Damen ist. Daher mußte ich ihn leider abgeben und mir einen neuen Bock suchen. Durch langes suchen und Quarantäne, Herpestest etc. geht sowas natürlich  nicht so schnell und  bis man eine vernünftige Gruppe zusammen hat, vergehen schon mal ein paar Jahre. Aber wenn man seine Tiere nicht durch Herpes oder andere Krankheiten verlieren will, dann sollte man sich damit Zeit lassen. Bei mir hat es  12 Jahre gedauert bis ich die 1,2 Gruppe zusammen hatte und meine ersten eigenen Nachzuchten schlüpften.





Aber auch für den Puckligen habe ich ein neues Zuhause gefunden - in Süddeutschland. Er ist bisher die einzigste Schildkröte die mit einem Flugzeug abgeholt wurde. Aber was tut man nicht alles um den Tieren einen schnellen Transport zu ermöglichen. Hier nach der Landung in Aschaffenburg mit Flugzeug und Transportbox. Jetzt lebt er bei einer netten Marginata-Dame in einem großen Garten.







Hier ein stark verwachsenes Russisches Männchen, was durch die Wohnungshaltung total entstellt ist. Die ehemalige Besitzerin suchte ein neues Zuhause für ihn. Als ich eine Vermittlung in Ihrer Nähe zustande gebracht hatte, meldete sie sich plötzlich nicht mehr. Warscheinlich wollte sie noch mehr Geld für das Tier, was eigentlich schon ein Pflegefall ist und sehr aufwändig von den Tierarztkosten.
















Panzernecrose





Diese Griechische Landschildkröte hat eine starke Panzernecrose. Das Gewebe fault langsam weg und es bilden sich Löcher. Am Bauchpanzer ist das sehr schwer zu behandeln. Bei diesem Tier ist nun seit vielen Jahren ein Stillstand eingetreten. Früher wurde er in einer Plastikwanne im Keller gehalten. Ohne Lampe und in seinem eigenen Urin und Kot.







Hundebisse






  
 
Diese Griechische Landschildkröte wurde bei den Vorbesitzern einmal von dem eigenen Hund und einmal vom Nachbarshund zerbissen. Wenn die Schildkröte es überlebt hat, dann bildet sich mit der Zeit in den Löchern des Panzers eine weiße, harte Masse. Wenn sich nach vielen Jahren dann der Panzer wieder nachgebildet hat, fallen die weißen Stücke nach und nach heraus. Darunter sind aber immer noch die Vertiefungen von den ehemaligen Löchern zu sehen. Dieses Tier war schon recht groß als es angefallen wurde und hat es überlebt. Kleinere Tiere sind da meisten schlechter dran und es kommt häufiger zu Todesfällen. Auch wenn die Tiere erstmal überleben, kann es später noch zu einer Blutvergiftung kommen (kann natürlich auch bei älteren Tieren passieren).

Deshalb Schildkröten nie mit Hunden allein lassen. Auch wenn es x-mal gut gegangen ist. Ich habe es auch schon gehört, das ein Hund der nie was gemacht hat, eine Schildkröte, nur weil sie aus ihrem Gehege rausgekommen war und im Garten lief, als Kauknochen misbraucht hat und über allen 4-Beinen den Panzer weg gefressen hat. Das Tier hat zwar überlebt, ist aber sein Leben lang entstellt. In einem anderen Fall hat der Hund ein schweres Gitter vom Gehege gerissen und zwei der Tiere getötet. Die anderen beiden waren so schwer verletzt, das sie eingeschläfert werden mußten. Die Organe waren schon zerstört.





Löcher in Schildkröten bohren ?!?!?!?!




   

Tja, dazu fällt mir nicht mehr viel ein........ 
Menschen bringen wirklich so ziemlich jeden Mist fertig.




Dieser Maurischen Landschildkröte wurde früher mal ein Loch in den Panzer gebohrt, damit man sie anbinden konnte. Der Panzer ist keine tote Masse, es ist lebendes Gewebe. Wenn es sich nicht damals schon entzündet hat oder vereitert ist, dann ist auf alle Fälle das Anbinden eine große Tierquälerei. Eine Schildkröte versteht es nicht, das sie angebunden ist. Sie versucht ihr lebenlang von diesem Fleck weg zu kommen. Das Band oder die Kette wir also immer gespannt gewesen sein. Manche Tiere konnten sich befreien. Vielleicht hat es dieses Tier damals auch geschafft. Man weiß eben nicht, was die armen Tiere schon alles hinter sich haben. Teilweise 20-40 Jahre Quälerei haben viele hinter sich. Es dauert eben manchmal sehr lange bis man eine Schildkröte zu Tode gequält hat.







Hier noch ein sehr altes griechisches Weibchen (Thb), der das gleiche passiert ist.




Oder so, natürlich auch nicht.

Zum Glück ist die Kette oder das Band wohl abgegangen.

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Die neueste Variante, damit man kein der Größe der Tiere entsprechendes Gehege bauen muß ist, dass man der Schildkröte einen Bilderhaken mit Sekundenkleber auf den Rücken klebt. Vor allem kann ich erstmal bestätigen: Das hält nicht! Ich habe das festgestellt, weil mir vom Tierheim ein zugelaufenes Tier gebracht wurde.





Der Sekundenkleber war großzügig auf dem Panzer verteilt worden (sieht man vielleicht nicht gut auf dem Foto, aber es ist das komplette Viertel nach vorne und seitlich rechts runtergelaufen) und man sah noch die Stelle (mittleres Schild) wo der Bilderhaken abgerissen war. Dieses ist vielleicht nicht schmerzhaft wie eine Wunde, aber das Tier versucht trotzdem immer von dem Seil weg zu kommen. Dieses ist immer auf Spannung und es bedeutet totalen Stress für das Tier. Stress senkt das Immunsystem und die Tiere werden Anfällig für Krankheiten und Parasiten.

Damit es sich nicht um Sträucher und Büsche wickelt, muß es ja auch so postiert sein, dass das Tier garnicht in einen Versteck-Bereich kommt, was ja gegen das Verhalten von Schildten spricht. Außerdem verstopft der Sekundenkleber so großflächig wie er verteil war, die Poren des Panzers. Dadurch kommt weniger UVB an und der Stoffwechsel wird vermindert. Das Tier ist nun seit 3 Jahren hier (seit 2010) und der Sekundenkleber ist immer noch zum größten Teil nicht weg. Sehr haltbar das Zeug
:-(((  Immer mal mit der Zeit löst sich davon etwas ab. Er lebt jetzt in meiner Gruppe und hat sich langsam eingelebt. Schöner wäre es natürlich wenn er zu zwei weiteren Weibchen als einzigstes Männchen kommen könnte. Optimal im Kreis Herford, weil er mittlerweile beschlagnahmt ist und könnte dann am neuen Platz dauerhaft untergestellt werden.








Keine Heizmatten oder Heizsteine bitte!!!!

Der Bauchpanzer wird dadurch zu dick und die Tiere haben zu wenig platz im Panzer.







Hier ist es doppelt schlimm. Unten nicht viel Platz, weil der Bauchpanzer zu dick ist. Von oben auch nicht viel Platz durch die Höckerbildung die nicht nur durch falsche Ernährung, sondern auch durch zu trockene Haltung kommt.





Aussetzen von ungewollten Tieren!!!

Hier eine Wasserschildkröte die im Frühjahr beim ausbaggern eines Baches stark verletzt wurde.
















 bald geht´s weiter...
































































Testudo