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Mal nichts über Kröten


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02.05.2010

Kaninchenmast - nein danke

Wenn schon Kaninchenfleisch, dann von einem ortsansässigen Züchter, der seine Tiere artgerecht hält. Nicht aus Massenproduktion.

Video hier:


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Dieses habe ich beim Stöbern auf einer anderen HP entdeckt,

bitte lest es aufmerksam


Erschreckend


Hier haben wir noch eine Geschichte, die ihr unbedingt lesen solltet. Wenn ihr sie gelesen habt, dann wisst ihr, wie einfach es ist, jemanden auszutricksen und man hat es nicht einmal bemerkt. Eine Geschichte nicht nur für Kinder und Jugendliche.

Überlege dir beim lesen, wie wäre es dir ergangen, hätte man auch dich austricksen können?


Fußschritte

Shannon konnte die Fußschritte hinter sich hören, als sie nach Hause ging.
Der Gedanke, dass sie verfolgt wird, ließ ihr Herz schneller schlagen
.
Du bist lächerlich, sagte sie sich selbst, niemand verfolgt dich.
Um sicher zu gehen, beschleunigte sie ihr Schritttempo, doch die Schritte glichen sich den ihren an.

Sie hatte Angst, nach hinten zu sehen und sie war froh, dass sie fast zu Hause war.
Shannon sagte ein schnelles Gebet, Gott, bitte lass mich sicher nach Hause kommen.
Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges, bis zum Haus.

Erst mal drinnen, lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür,
erleichtert in den sicheren vier Wänden ihres Zuhause zu sein.
Sie sah aus dem Fenster, um nachzusehen, ob jemand da draußen war.
Der Gehweg war leer.

Nach dem Durchblättern ihrer Bücher entschloss sie sich, einen Snack zu sich zu nehmen und online zu gehen.
Sie loggte sich unter ihren Nicknamen ByAngel213
ein.
Sie sah in ihre Buddyliste und stellte fest, dass GoTo123
online war.
Sie schickte ihm eine Nachricht.

ByAngel213: Hi Ich bin froh dass du online bist!
Ich hab geglaubt, dass mich jemand nach Haus verfolgt hat.
Es war total komisch!


GoTo123: Du guckst zu viel Fern.
Wieso sollte dich jemand verfolgen?
Wohnst du nicht in einer sicheren Gegend?

ByAngel213: Natürlich wohne ich in einer sicheren Gegend.
Ich nehme an, dass ich mir das nur eingebildet habe,
denn ich hab niemanden gesehen, als ich rausgeschaut habe.

GoTo123: Es sei denn, du hast deinen Namen übers Internet rausgegeben.
Das hast du doch nicht gemacht oder?

ByAngel213: Natürlich nicht. Ich bin doch nicht doof, weisst du?

GoTo123: Hattest du ein Softball Spiel nach der Schule heute?

ByAngel213: Ja, und wir haben gewonnen!


GoTo123: Das ist Klasse! Gegen wen habt ihr gespielt?

ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt.
Deren Uniformen sind total schrecklich!
Sie sehen aus wie Bienen.

GoTo123: In welchem Team spielst du?

ByAngel213: Wir sind die Canton Cats.
Wir haben Tigerpfoten auf unseren Uniformen.
Die sind total cool.


GoTo123: Hast du gepitched?

ByAngel213: Nein, ich spiele second Base.
Ich muss weg. Meine Hausaufgaben müssen fertig sein, bevor meine Eltern nach Hause kommen. Ich will sie nicht verärgern. CU.

GoTo123: Bis dann. CU.

Währenddessen......
GoTo123:
ging zum Mitglieds Menü und begann die Suche nach ihrem Profil.
Als er es fand, markierte er es und druckte es aus.
Er holte einen Stift heraus und begann aufzuschreiben, was er bis jetzt über
ByAngel213 wusste.

Ihr Name: Shannon
Geburtsdatum: 3. Januar 1993 - Alter:13
Staat in dem sie wohnt: North Carolina
Hobbies: Softball, Chore, Skating und Shoppen.
Neben dieser Information wusste er, dass sie in Canton wohnt, weil sie es ihm gerade gesagt hat.
Er wusste, dass sie bis 18:30 Uhr alleine war, und das jeden Nachmittag, bis ihre Eltern von der Arbeit kommen.
Er wusste, dass sie im Schulteam Donnerstag Nachmittag Softball spielt.
Und dass sich das Team Canton Cats nennt.
Ihre Glückszahl 7 ist auf dem Rücken ihrer Uniform gedruckt.
Er wusste, dass sie im siebten Schuljahr der Canton Junior High School war.

Das hat sie ihm erzählt.
All dies in einer Unterhaltung, die sie online hatten.
Er hatte jetzt genug Information, um sie zu finden.
Shannon erzählte ihren Eltern nicht von dem Geschehen auf dem Weg nach Hause.

Sie wollte nicht, dass sie ihr eine Szene machen und ihr verbieten würden, zu Fuß nach Haus zu gehen nach dem Softball Spiel.
Eltern übertreiben immer maßlos und ihre waren die Schlimmsten.
Sie wünschte, sie wäre kein Einzelkind.
Wenn sie doch einen Bruder und eine Schwester hätte, dann wären ihre Eltern nicht so übertrieben beschützerisch.

Bis Donnerstag hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen.
Sie war gerade mitten im Spiel, als sie merkte, dass jemand sie anstarrte.
In dem Moment fielen ihr auch wieder die Schritte ein.
Sie sah von ihrem Second Base nach oben, um festzustellen, dass ein Mann sie genau beobachtete.
Er lehnte sich gegen den Zaun und lächelte, als sie ihn ansah.
Er sah überhaupt nicht angsteinflößend aus und sie vergaß schnell wieder ihre Bedenken.
Nach dem Spiel saß er auf einer Bank in ihrer Nähe, als sie noch kurz mit dem Trainer sprach.
Sie bemerkte sein Lächeln auf ein Neues und ging an ihm vorbei.
Er nickte und sie lächelte zurück.
Ihm fiel der Name auf dem Rücken ihres Trikots auf, und er wusste, dass er sie gefunden hatte.
Er ging mit einem sicheren Abstand hinter ihr her.
Sie waren nur ein Paar Häuser von Shannons Zuhause entfernt.
Und als er wusste, wo sie wohnt, ging er schnell zurück zum Park, um sein Auto zu holen.

Jetzt musste er warten.
Er entschloss sich, etwas zu essen, bis die Zeit gekommen war, nach Shannons Haus zu gehen.
Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und blieb dort, bis es Zeit war, seinen Schritt zu machen.
Shannon war in ihrem Zimmer, als sie Stimmen im Wohnzimmer hörte.
Shannon, komm her, rief ihr Vater.

Er hörte sich besorgt an, und sie konnte sich keineswegs vorstellen, warum.
Sie ging ins Zimmer, als sie den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen sah. Setz dich, fing ihr Vater an, dieser Mann hat uns gerade eine sehr interessante Geschichte über dich erzählt.
Shannon ging zu einem Stuhl gegenüber im Raum.
Wie konnte er ihren Eltern überhaupt irgend etwas erzählen?
Sie hatte ihn bis heute noch nie zuvor gesehen!
Weißt du, wer ich bin Shannon? fragte der Mann sie.
Nein, antwortete Shannon.
Ich bin ein Polizist und dein Online Freund, GoTo123.

Shannon war erstaunt.
Das ist nicht möglich!
GoTo123
ist ein Kind in meinem Alter!
Er ist 14 und wohnt in Michigan!
Der Mann lächelte.
Ich weiß, dass ich dir das erzählt habe, aber es war nicht wahr.
Siehst du, Shannon, es gibt Menschen online, die nur so tun, als ob sie Kinder wären; ich war einer von denen.

Doch während andere es machen, um Kinder zu finden und ihnen weh zu tun, gehöre ich zu der Gruppe, die es macht, um Kinder zu schützen.
Ich bin hergekommen, um dich zu finden, und um dir beizubringen, wie gefährlich es sein kann, zu viel Information rauszugeben, an Menschen übers Internet.
Du hast mir genug erzählt, um es mir leicht zu machen, dich zu finden.
Dein Name, die Schule, die du besuchst, der Name deines Ball Teams, und die Position, in der du spielst.
Die Nummer und der Name auf deinem Trikot machte das Finden nur noch einfacher.
Shannon war immer noch erstaunt.
Du wohnst nicht in Michigan?
Er lachte.
Nein, ich wohne in Raleigh.
Es hat dir ein sicheres Gefühl gegeben zu glauben, dass ich so weit weg wohne, nicht wahr?
Sie nickte.

Ich hatte Freunde, der ihre Tochter war genau wie du, nur hatte sie nicht so viel Glück.
Der Mann fand sie und tötete sie, während sie allein zuhause war.
Kinder wird beigebracht, nie jemanden zu sagen, wenn sie allein zuhause sind, jedoch tun sie es ständig, online.
Sie tricksen dich aus, Informationen rauszugeben, ein wenig hier, ein wenig da.
Bevor du es weisst, hast du ihnen genug erzählt, damit sie dich finden können, ohne dass du es überhaupt bemerkt hast.
Ich hoffe, dass du daraus etwas gelernt hast und demnächst vorsichtiger bist.
Das werd ich, versprach Shannon.
Wirst du anderen davon erzählen, damit sie auch sicher sind?
Das verspreche ich!

Wir bitten euch von Herzen -
schickt diese Geschichte an so viele Menschen wie möglich,
um sie vor dem Schlimmsten zu bewahren.
Kopiert sie in eure Seite,
sendet sie per Mail und Newsletter weiter, so oft es euch möglich ist.
Bittet alle, die ihr kennt, das Gleiche zu tun.

Ihr könnt diese Geschichte auch ausdrucken und eurem Lehrer geben. Bittet ihn einmal eine Unterrichtsstunde mit diesem Thema zu gestalten. Macht daraus Gruppenarbeiten, dann macht es gleich doppelt soviel Spass.


© 2002-2005 by Projekt "missbrauchte-seelen". Alle Rechte vorbehalten.

Hier findet ihr noch mehr Tips, wie ihr euch gegen solche Typen schützen könnt.
http://www.promise-ev.de/cms/index.php




Warum Mami?


 
 




Ich ging zu einer Party Mami, und dachte an deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol. Ich fühlte mich ganz stolz Mami, genauso, wie du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten. Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass du immer Recht hast. Die Party geht zu Ende, Mami, und alle fahren weg. Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde. Aufgrund deiner Erziehung. So verantwortungsvoll und fein. Ich fuhr langsam an, und bog in die Strasse ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht. Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss. Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon. Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen,Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt. Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht. Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben. Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf. Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm. Sag meiner Schwester, dass sie nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt Papis Mädchen auf meinen Grabstein. Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben. Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte. Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?

 

ANMERKUNG: Dieser Text in Gedichtform war an der Springfield High School in Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden.








     Wie konntest du nur?     

 

Als ich noch ein Kätzchen war, unterhielt ich dich mit meinem Herumtollen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Baby", und, obwohl ich einiges kaputt machte, wurde ich doch deine beste Freundin. Wann immer ich etwas "anstellte", hobst du mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest du nur!?", aber schon einen Augenblick später warst du wieder so zärtlich und eng an dich gedrückt.

Als du im Studium so viel lernen musstest, hattest du natürlich wenig Zeit für mich. Aber ich verstand das immer und spielte mit meinen Bällchen. Ich erinnere mich an alle die Nächte, in denen ich mich in deinem Bett ganz eng an dich schmiegte, und das Leben vollkommen schien. Du tolltest dann auch wieder mit mir herum, und wir genossen die Sonne gemeinsam auf dem Balkon. Von deinem Frühstück gab es für mich immer was vom Schinken, "aber nicht zuviel, das ist für Katzen ungesund!" Und ich schlief solange, bis du von der Arbeit nach Hause kamst. Nach und nach verbrachtest du immer mehr Zeit auf der Arbeit als mit mir, um "Karriere" zu machen. Dann warst du so viel weg, um einen Menschenpartner kennen zu lernen. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei jedem Liebeskummer, tapste mit meinen Pfoten deine Tränen vom Gesicht.

Und freute mich, als du endlich "deinen"Partner fandest. Zwar keinen Katzenfreund, aber ich respektierte deine Wahl. Ich war glücklich, weil du glücklich warst! Dann kamen nacheinander
deine Kinder zur Welt. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von den süßen Kindchen so
fasziniert, dass ich sie mit bemuttern wollte. Aber du und dein Partner dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden, sie gar verletzen könne. Deshalb wurde ich auch noch aus dem großen schönen
Raum ausgesperrt. In dein Bett durfte ich schon lange nicht mehr. Ich liebte die Kinder und wurde "Gefangener der Liebe". Sie fingen an zu wachsen, und ich wurde ihre Freundin. Sie zerrten an meinen Ohren, meinem Fell, meinem Schwanz, hielten sich auf wackligen Beinchen beim Laufen lernen an mir fest. Sie erforschten meine empfindliche Nase mit unbeholfenen Fingerchen, und ich hielt bei all dem geduldig still. Ich liebte alles an den Kindern, besonders ihre Berührungen, weil deine so selten wurden. Ich war bereit, die Kinder notfalls mit meinem Leben zu verteidigen. Ich war bereit, in ihre Bettchen zu schlüpfen, um ihre Sorgen und Träume anzuhören. Und zusammen mit ihnen erwartungsvoll auf das Motorengeräusch deines Autos zu hören, wenn du in unsere Auffahrt einbogst.

Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Tasche ein Foto von mir und erzähltest so liebevoll von mir. Die letzten Jahre gabst du nur noch ein knappes "Ja" zur Antwort und wechseltest dann das Thema. Ich war früher "deine Samtpfote" und bin heute "nur eine Katze".
 

Dann hattet ihr eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt. Du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Ein Mann hat euch das extra noch gesagt, und ihr habt ohne zu Zögern unterschrieben. Beide. Du hattest für dich und deine Familie eine Entscheidung zu finden, die aus deiner Sicht bestimmt richtig war. Obwohl einmal ich mal deine Familie war. Die Autofahrt machte Spaß, weil auch die Kinder mitfuhren.

Als ich merkte, wo wir angekommen waren, war der Spaß zu Ende. Es roch nach Hunden und nach meinen Artgenossen, nach Angst und nach Desinfektionsmitteln und Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wüsstest, dass man ein gutes Heim für mich findet. Die beiden Damen hinter dem Schreibtisch zuckten mit den Achseln und betrachteten dich merkwürdig. Sie verstanden die Wirklichkeit, der eine Katze über die fünfzehn gegenüberstand. Du hattest die Finger deiner jüngsten Tochter aus meinem Fell lösen müssen, während sie weinte und schrie "Nein, nein! Nehmt mir meine liebe Katze nicht weg!" Ich wunderte mich noch, wie du ihr ausgerechnet in diesem Moment etwas von Freundschaft, Verantwortung und Loyalität vermitteln wolltest. Zum Abschied tipptest du leicht auf meinen Kopf, vermiedest dabei tunlichst, mir in die Augen zu sehen, und lehntest es höflich ab, meine offen daneben stehende Transportbox wieder mitzunehmen. Du hattest einen wichtigen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen.

Kurz nachdem du weg warst, sagte eine der netten Damen, du hättest mit Sicherheit schon Monate vorher vom Umzug gewusst, und somit wäre Zeit gewesen, einen "guten Platz" für mich zu finden. Sie schüttelten bedrückt den Kopf und fragten leise: "Wie konntest du nur?"
 

Die Damen widmeten sich uns, wann immer es ihre Zeit zuließ. Wir bekamen gute und reichliche Mahlzeiten, aber ich verlor meinen Appetit schon vor vielen Tagen. Anfangs hoffte ich unentwegt, dass du eines Tages zurückkommst und mich hier rausholst. Wünschte mir, dass alles nur ein böser Traum war und ich eines Tages aufwache ... bei dir zu Hause...

Aber du kamst nie. Und wann immer jemand an "meinem" Vermittlungszimmer vorbei ging, presste ich bittend meine Pfoten durch jeden möglichen Spalt. Gab es niemanden, der mich mochte? Niemanden, dem ich all meine Liebe, Dankbarkeit und zärtliche Treue schenken durfte? Die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den süßen kleinen knuddeligen Katzenkindern aufnehmen konnte. Unbeachtet, von allen übersehen und vergessen, zog ich mich in eine Ecke zurück, stand nicht mehr auf. Eines Tages, am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man hob mich auf, trug mich über einen langen Korridor, der in einen Raum mündete. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau legte mich auf den Tisch, streichelte behutsam über meinen Kopf und erklärte mir, dass ich mich nicht sorgen solle. Mein Herz schlug voller Erwartung auf das, was nun kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl des Loslösens. Mir, der Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Ich war mehr um die nette Frau besorgt als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie an einer Last tragen müsse, die Tonnen wog. Sie band leicht etwas um meine Vorderpfote, während eine Träne ihre Wange hinunter kullerte. Ich schob meinen Kopf in ihre Hand, so wie ich es immer bei dir getan hatte, um dir meine Liebe zu zeigen. Ich spürte einen leichten Einstich und eine kühle Flüssigkeit, die in mich hinein floss. Ich streckte mich schläfrig aus, schaute dabei in die freundlichen Augen der Frau und murmelte:" Wie konntest du nur?" Möglicherweise verstand sie mein leises Miauen, denn sie sagte:" Es tut mir leid!" Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht missbraucht, ignoriert und verlassen sein würde. Einen Platz, an dem ich mich nicht verkriechen müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden. Mit meinem letzten Funken Energie öffnete ich weit meine Augen und sah sie unverwandt an, versuchte ihr so zu sagen, dass mein "Wie konntest du nur?" nicht an sie gerichtet war. Ich dachte an dich, du mein geliebter Mensch. Und ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Mein letzter Atemzug ist mein Wunsch, dass dir in deinem Leben immer diese Loyalität widerfahren möge, die mir verweigert worden war...



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ZUM NACHDENKEN

 
Wie konntest du nur?
 
Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen und brachte 
Dich zum Lachen. Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchge-
kauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein 
bester Freund. Immer wenn ich "böse" war, erhobst Du Deinen Finger und 
fragtest mich "Wie konntest Du nur?" - aber dann gabst Du nach und drehtest 
mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen.
Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger als erwartet, denn 
Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff. 
Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte 
und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das 
Leben könnte nicht schöner sein. Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge 
im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur 
die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste 
stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.
Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen - 
und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen. 
Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Ent-
täuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen 
und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest.
Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" - trotzdem hieß ich sie in unserem 
Heim willkommen, versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte ihr. 
Ich war glücklich, weil Du glücklich warst. Dann kamen die Menschenbabies, und 
ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und 
ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern. Nur dass Du und Deine Frau 
Angst hattet, ich könnte ihnen wehtun, und so verbrachte ich die meiste Zeit ver-
bannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte. Oh, wie sehr wollte auch 
ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe".
Als sie aber größer waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell 
fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, pieksten ihre Finger in meine 
Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase. Ich liebte 
alles an ihnen und ihre Berührung - denn Deine Berührung war jetzt so selten 
geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig ge-
wesen wäre.
Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und ge-
meinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt. 
Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, 
ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In 
den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema ge-
wechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, 
und jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge.
Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und 
sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du 
hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine 
Zeit, da war ich Deine einzige Familie.
Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach 
Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. 
Du fülltest die Formulare aus und sagtest "Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause
 für sie finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. 
Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet - 
auch mit "Stammbaum". Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom 
Halsband lösen, als er schrie "Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund 
nicht wegnehmen!" Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, 
die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über 
Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben. Zum Abschied
 hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf 
das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, 
und nun habe ich auch einen.
Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahr-
scheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und 
nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten 
den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?".
Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich 
werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. 
Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, 
in der Hoffnung, das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest - 
dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei... oder ich hoffte, dass 
es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte. 
Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte 
Um-Aufmerksamkeit-Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber
 ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.
Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen, und 
trottete hinter ihr her den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein an-
genehm ruhiger Raum. Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren 
und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was 
jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. 
Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner Natur gemäss 
war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das f
ühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte.
Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während 
eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, 
genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte. Mit geübtem Griff 
führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, 
wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und 
legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie konntest Du nur?"
Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir ja so 
leid".
Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe
dafür zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder 
ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich 
alleine gestellt wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen a
nders als dieser irdische Ort. Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr 
mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, dass mein 
"Wie konntest Du nur?" nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, 
an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten.
Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen

Wie konntest Du nur?

 

"How Could You?" , Copyright Jim Willis 2001,

tiergarten@onebox.com, Homepage

(Übersetzt aus dem Amerikanischen von Elvira Rösch + Nicole Valentin-Willis)

Wir möchten Sie dazu ermutigen, "Wie konntest Du nur?"

zu veröffentlichen und so mitzuhelfen, die verbreitete Vorstellung

von Tieren als "entsorgbar" zu ändern und vor Augen zu halten,

dass der Entschluss, ein Tier in eine Familie aufzunehmen, eine

Verpflichtung bedeutet, welche für die Lebensdauer des Tieres anhält!

Jim Willis


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Der alte Kettenhund

 

Ich bin allein; es ist schon Nacht und stille wird's im Haus.

Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu,

und ich auf meinem harten Brett bewache seine Ruh.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht, der Wind aus Ost weht kalt;

Die Kälte ins Gebein mir kriecht, ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte, die mein Herr versprach, erlebe ich nicht mehr,

der Regen tropft durchs morsche Dach, Stroh gab es längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält, mein Winseln niemand hört,

und wüsst' mein Herr auch, was mir fehlt, er wird nicht gern gestört.

die Nacht ist lang, zum zehnten Mal leck' ich die Schüssel aus,

den Knochen, den ich jüngst versteckt, den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß.

Sie reicht nur noch ein kurzes Stück und nie werd ich sie los.

Was Freiheit ist, das lern ich nie, doch weiß ich, ich bin treu.

So lieg' ich, warte auf den Tod, denn dieser macht mich frei.

 

 

Verfasser nicht bekannt


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Noch ein kleiner Film zum Thema Tierschutz:

http://www.tierschutzbund.de/film.html


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