Nachdem das Tier mit seinen Hinterbeinen ein Loch ausgehoben, fängt sie mit der Eiablage an.
Zwischendurch werden die Eier mit den Hinterbeinen im Loch zu den Seiten verteilt. Manchmal kommt es bei jungen Weibchen (seltener bei älteren Weibchen) vor, das ein Ei dabei zerdrückt wird. Bei diesem Tier passiert das nie, sie ist sehr vorsichtig.
Hier hat eines meiner Vierzehen-Weibchen gerade ihre Eier abgelegt und die Grube schon wieder verschlossen. Wenn man nicht unmittelbar in der Nähe ist und es nicht sieht, dann findet man später die Gelege nicht mehr wieder. Hier hat sie ausnahmsweise mal auf einem Bruthügel gelegt, was bei den Vierzehen-Schildkröten selten vorkommt. Meistens graben sie ihre Eigruben rückwärts unter ein Grasbüschel o.ä.
Wenn das Weibchen alle schön wieder geschlossen hat, sollte man die Eier vorsichtig wieder ausgraben und dabei auf keinen Fall drehen.
Ich lege die Eier dann vorsichtig auf etwas Erde, damit sie nicht weg rollen. Dann werden sie oben gekennzeichnet. Sie bekommen eine fortlaufende Nummer pro Gelege. Diese Nummer, mit Legedatum, Name des Weibchens, Legeort usw. werden in eine Excel-Liste eingetragen. Hier wird automatisch eine bestimmte Brutzeit hinterlegt und das mögliche Schlupfdatum ermittelt. Dann werden die Eier vorsichtig in Plastikschälchen umgepackt und ganz mit Erde abgedeckt. Ich benutze die Erde von den Bruthügeln, da sie die passende Feuchtigkeit hat. Dann kommen die Schälchen in die Brutglucken bei ca. 33 Grad (gemessen in der Erde).
Nicht nur horsfieldii, auch alle Schildkröten-Damen legen natürlich nicht unbedingt immer auf die Legehügel die wir dafür vorgesehen haben. Auf was für Aktionen man doch manchmal so kommt, nur um
seinen Kröten alles recht zu machen.
Meine Thh finden meine Legehügel wohl irgendwie blöd. Obwohl
einer davon im Gewächshaus mit Lampe usw.
Irgendwann legen sie dann wohl
warscheinlich, aber ich finde sie dann nicht. Letztes Jahr nur ein Gelege mit 4
Nachzuchten. Dieses Jahr war die eine Thh schon zu den Thb rübergesprungen und
legte ihre Eier unter einer der Lampen im Thb-Gewächshaus mitten zwischen den
sich sonnenden Tieren. Ich habe die anderen Tiere dann vorsichtig abgesondert, damit
sie in Ruhe legen konnte.
Bei der Zweiten wurde es dann schon schwieriger. Nach
einigen Probebohrungen fing sie gegen Abend an zu graben zwischen dem alten
Glashaus und unserem Haus auf total hartem Lehmboden gemischt mit
Kalksteinschotter und ohne Legehügel. Das Wetter war nieselig und kalt. Sie
hatte zwei Gewächshäuser und ein Frühbeet zur Verfügung, mit Legehügel.
Na gut, dachte ich, damit sie nicht wieder abbricht, wegen
Kälte, klemme ich ihr mal eine Lampe vor das Hinterteil. Stromkabel gelegt,
Lampe angeklemmt, fertig. Es wurde langsam dunkler.
Halbe Stunde später
nachgesehen (oder war es sogar eine Stunde?). Sie saß immer noch da, war am
buddeln, aber es hatte stärker angefangen zu regnen. Teilweise hatte sie etwas
Schutz durch den Dachüberstand von unserem Haus. Aber ok, ein Dach muss her.
Hocker von unseren Gartenmöbeln drüber gestellt, sie ließ sich auch nicht
stören, zum Glück. Deckel von einem alten Frühbeet drüber, Stein drauf, Dach
fertig, Kröte gräbt weiter. Es wurde immer dunkler.
Habe Stunde später, Kröte
gräbt immer noch, der Wind wird immer stärker, ein Windschutz muss her. Zweiten
Deckel vom alten Frühbeet in Windrichtung postiert, mit Steinen befestigt,
Windschutz fertig. Es wird immer dunkler.
Irgendwann war Madam dann fertig. Hab
sie dann ins Gewächshaus gebracht, unter die Lampe gesetzt, Futter und Wasser
gegeben und ich habe im Regen gesessen und versucht die Eier aus der Grube zu
bekommen. Das Loch der Kuhle war oben ganz schmal und ging nach unten
auseinander. Da die Erde so hart war, hatte ich Schwierigkeiten das Loch nach
oben zu vergrößern ohne die Eier zu beschädigen. Naja, 5 weitere Eier liegen in
der Glucke und ich hoffe sie sind befuchtet.