RB 83 Wittlich – Trier – Luxemburg – Dommeldange soll mit Fahrzeugbeistellung an CFL gehen.


II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:
Fahrzeugbeistellung für den künftigen Betreiber der Linie RB 83 im Streckenabschnitt von Luxemburg (Landesgrenze) bis Wittlich.

II.1.3)Kurze Beschreibung des Auftrags
Beistellung von Eisenbahnfahrzeugen für den künftigen Betreiber der Linie RB 83 im Streckenabschnitt von Luxemburg (Landesgrenze) bis Wittlich.
Der Zweckverband SchienenPersonenNahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) ist nach § 6 Abs. 12 des Nahverkehrsgesetzes Rheinland Pfalz (NVG) im nördlichen Landesteil zuständige Stelle für die Vereinbarung oder Auferlegung gemeinwirtschaftlicher Schienenverkehrsleistungen im Regionalverkehr und somit für die vertragsgegenständliche SPNV-Leistung. In dieser Funktion beabsichtigt der SPNV-Nord, einen entsprechenden Verkehrsvertrag mit der CFL Société Nationale des Chemins de fer Luxembourgeois abzuschließen. Dies hat folgenden Hintergrund:

Die Vergabe der Verkehrsleistungen erfolgt in der territorialen Verantwortung der Vertragspartner. Für die Leistungen der RB 83 auf der Luxemburger Seite ist eine Inhouse-Vergabe an die Société Nationale des Chemins de fer Luxembourgeois (CFL) vorgesehen. Auf deutscher Seite wird der SPNV-Nord die Verkehrsleistung im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens vergeben (siehe 2015/S 167-303646). Da die Verkehrsleistung an der Grenze aus technischen Gründen nicht gebrochen bzw. unterbrochen werden kann, kann die Verkehrsdurchführung nur in enger Kooperation zwischen der von Luxemburger Seite beauftragten CFL und dem vom SPNV-Nord auszuwählenden Eisenbahnverkehrsunternehmen erfolgen. Dazu sind die von der CFL in Luxemburg eingesetzten Fahrzeuge auch auf dem deutschen Abschnitt zwingend einzusetzen. Um dies gewährleisten zu können, wird der SPNV-Nord einen Beistellungsvertrag mit der CFL schließen.
Für die RB 83 werden moderne Elektrotriebwagen benötigt, die sowohl im Luxemburger wie im deutschen Schienennetz einsetzbar sind. Es bieten sich Fahrzeuge vom Typ KISS der Firma Stadler an, die aktuell bereits im grenzüberschreitenden Verkehr eingesetzt werden und die seit Dezember 2014 im sogenannten RE-Netz Südwest E-Traktion (Süwex) Leistungen auf der Moselstrecke bis Koblenz übernehmen. Die CFL hatte sich dazu bereits in einer früheren Fahrzeugausschreibung eine Option gesichert, auf die nunmehr zurückgegriffen wird. Für die RB 83 werden inkl. Reserve 5 Fahrzeuge benötigt.
Die Beistellungsleistung besteht in der Übertragung der Nutzungsrechte an Fahrzeugen auf der RB-Linie 83 Wittlich – Trier – Igel – Luxemburg Stadt/Hbf – Dommeldange im Abschnitt zwischen Luxemburg (Landesgrenze) und Wittlich, sowie deren Wartung und Instandhaltung, durch die CFL. Die Fahrzeuge werden dem künftigen Betreiber der RB-Linie 83 beigestellt. Der Umfang der Verkehrsleistung auf der RB-Linie 83 zwischen Luxemburg (Landesgrenze) und Wittlich an den Verkehrstagen Montag – Samstag beträgt ca. 470 000 Zkm/a.
Geplante Betriebsaufnahme: Dezember 2019; Laufzeit: 5 Jahre (bis Dezember 2024). Bis zur vorgesehenen Reaktivierung der sog. Weststrecke in Trier zum Dezember 2020 wird die RB 83 über die Oststrecke in Trier mit Bedienung von Trier Hbf geführt werden.
Es handelt sich hierbei folglich um eine Vergabe in einem „Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb“ gemäß §14 (4) Nr. 2 b) VgV. Aus technischen Gründen kommt kein anderer Auftragnehmer für die Vergabe in Betracht.

II.3)Geplanter Beginn und Laufzeit des Auftrags oder Schlusstermin
Beginn: 15.12.2019
Laufzeit in Monaten: 60 (ab Auftragsvergabe)


III.3)Qualitätsziele für Dienstleistungsaufträge
Beschreibung:
Information und Fahrkarten:
Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit:
Zugausfälle:
Prämien und Sanktionen:
Sauberkeit des Fahrzeugmaterials und der Bahnhofseinrichtungen: Reinigungszustand der Fahrzeuge.
Befragung zur Kundenzufriedenheit:
Beschwerdebearbeitung:
Betreuung von Personen mit eingeschränkter Mobilität:
Sonstige: Funktionsfähigkeit und Verfügbarkeit der Fahrzeuge.

Quelle: Knut Rosenthal


Auftrag in der Größenordnung von 150 Mio. Euro - Alstom liefert 25 weitere Coradia Continental Regionalzüge an die DB Regio AG | Foto: Alstom


Alstom und die DB Regio AG haben einen neuen Vertrag über 25 Coradia Continental Elektrotriebzüge für den Einsatz im Saarland und in Rheinland-Pfalz unterzeichnet. Dieser Auftrag ist Teil eines Rahmenvertrages, der 2012 zwischen der DB Regio AG und Alstom über die Lieferung von bis zu 400 Coradia Continental Zügen abgeschlossen wurde. Der Auftragswert liegt in der Größenordnung von 150 Mio. Euro. Die Züge werden in Salzgitter gefertigt.

Auslöser dieses Auftrags ist der von DB Regio AG gewonnene Verkehrsvertrag zum Betrieb des Elektro-Netz Saar RB Los 1 auf den Strecken Schweich - Trier Hbf – Saarbrücken Hbf – Kaiserslautern Hbf (ab Dezember 2019) und Trier Hafenstraße – Konz – Saarburg (ab Dezember 2020). Besteller dieser Verkehre sind das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr im Saarland sowie die rheinland-pfälzischen Zweckverbände SPNV Nord und ZSPNV- Süd.

„Nach den 53 Zügen, die die Deutsche Bahn im letzten Monat bestellt hat, steigt nun die Gesamtzahl der innerhalb des laufenden Rahmenvertrages verkauften Coradia Continental Züge auf über 100 an, was ein klarer Beweis für die Zufriedenheit unseres Kunden mit diesem Zug ist. Mit einem Streckenrekord der Gesamtflotte von 35 Mio. Kilometern pro Jahr und einer Verfügbarkeit aller Kundenflotten von 99% hat sich der Coradia Continental als Regionalzug bewährt“, sagt Didier Pfleger, Sprecher der Geschäftsführung von Alstom Deutschland & Österreich.

Die 25 vierteiligen Coradia Continental Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und sind mit bis zu 200 Sitzen ausgestattet. Die Züge zeichnen sich durch hervorragende Beschleunigungseigenschaften aus und fahren besonders sanft und leise.

Der Coradia Continental erfüllt die neuesten europäischen Normen in punkto Brandschutz, Barrierefreiheit und Emissionswerte. Seitens der Aufgabenträger wurde bei den Fahrzeugvorgaben in der Ausschreibung besonderes Augenmerk auf den Fahrgastkomfort gelegt: Mehrzweckbereiche bieten genügend Platz für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen. Die Antriebsausrüstung befindet sich auf dem Dach, sodass der Zuginnenraum geräumiger ausfällt. Einstieg auf Bahnsteighöhe, Schiebetritte und durchgängige Niederflurigkeit sorgen für barrierefreies Reisen. Die Fahrzeuge sind gemäß den vertraglichen Vereinbarungen mit Verstärkern für bessere mobile Kommunikation sowie mit Steckdosen, Videokameras und einem Echtzeit-Fahrgastinformationssystem ausgerüstet, das aktuelle Zuganschlussdaten anzeigt.

Quelle: Alstom


                                                                                                           Aktuallisiert: 05.05.2017


Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


Anzeige:    Freunde finden leicht gemacht