Kaarst – Mettmann: VRR vergibt S 28 erneut an Regiobahn

Der Vergabeausschuss des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) hat beschlossen, die S-Bahn-Linie S 28 weiterhin von der Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mbH betreiben zu lassen.
Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 betreibt die Regiobahn auch den neuen Abschnitt zwischen Mettmann und Wuppertal und setzt erste neue Fahrzeuge ein. Ab Dezember 2021 erhält die Regiobahn einen neuen Verkehrsvertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren bis Ende 2036 für die gesamte Strecke von Wuppertal bis Kaarst und setzt dann ausschließlich neue elektrische Fahrzeuge auf der Linie S 28 ein. Von Stadler werden zehn Flirt 3XL im Regiobahn-Design beschafft, die Stadler selbst instandhalten wird. Künftig fährt die S 28 in der Woche alle 20 Minuten.

Quelle: VRR

NWL: Neuvergabe des Sauerlandnetzes im SPNV angekündigt


Der NWL (Zweckverband Nahverkehr Westfalen Lippe) hat jetzt zusammen mit dem VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) und dem NVV (Verkehrsverbund und Fördergesellschaft Nordhessen) die Neuvergabe des SPNV-Netzes Sauerland angekündigt.
Das Verfahren soll Anfang August 2018 starten. Der neue Vertrag soll „frühestens ab Juni 2021“ 15 Jahre laufen, obwohl der aktuelle Vertrag mit DB Regio seit Dezember 2016 über 12 Jahre läuft. Das Netz beinhalt die Linien:
• RE 17 Hagen – Kassel-Wilhelmshöhe
• RE 57 Dortmund – Winterberg/Brilon Stad
• RB 43 Dortmund – Dorsten
• RB 52 Lüdenscheid – Dortmund
• RB 53 Iserlohn – Dortmund
• RB 54 Neuenrade – Unna und
• RE 17/RE 57 Dortmund/Hagen – Willingen (Einzelfahrten).
Derzeit betreibt DB Regio das Netz (Rail Business vom 05.09.2013). Dabei sind die extra für dieses Netz bestellen Triebwagen Link von Pesa nach wie vor nicht zugelassen.

Quelle: NWL

Derzeit setzt DB Regio Gebrauchtfahrzeuge im Sauerland (hier im Bf Brilon Wald) ein; Foto: C. Müller


Widerstand gegen ICE-Abbau

Sie sind nicht erfreut: Touristiker und Politiker kritisieren, dass die Deutsche Bahn die ICE-Verbindungen im Werdenfelser Land verringern will.

Die Pläne der Deutschen Bahn (DB), die ICE-Verbindungen ins Werdenfelser Land zu reduzieren, lösen scharfe Kritik aus. „Wir sind nicht begeistert“, betont Garmisch-Partenkirchens Tourismusdirektor Peter Ries. „Das ist sehr kundenunfreundlich.“

Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) hatte vor ein paar Tagen via Pressemitteilung öffentlich gemacht, was die Bahn vorhat. Der Rathauschef sieht die Veränderung als Rückschlag in der Förderung des Nah- und Fernverkehrs und nur als ersten Schritt eines kontinuierlichen Angebotsabbaus. „Es wird schwierig werden, Gäste zu motivieren, ihre Reise nicht im eigenen Auto anzutreten, sondern mit der Deutschen Bahn.“

Das Unternehmen beabsichtigt, ab Dezember 2017 samstags nur mehr zwei anstelle der bisher drei Züge anzubieten. Die über Garmisch-Partenkirchen hinausgehenden Halte ins Karwendel und nach Tirol werden entfallen. Der Grund? Das Geld. „Da der Fernverkehr eigenwirtschaftlich unterwegs ist, ist er auf eine gute Auslastung angewiesen“, erklärt eine Bahnsprecherin. „Das ist jedoch gerade auf peripheren Strecken nicht immer der Fall.“

Die Sprecherin weist gleichzeitig darauf hin, dass auch Reisende aus dem Werdenfels von den schnellen Zügen profitierten, die ab Dezember unterwegs sind. Dann wird nämlich die Hochgeschwindigkeitsstrecke München-Berlin in Betrieb genommen. „Die täglich etwa stündlich angebotenen Umsteigeverbindungen aus Berlin/Leipzig/Erfurt nach Garmisch-Partenkirchen beziehungsweise retour werden eineinhalb Stunden schneller“, verdeutlicht die Bahnsprecherin. „Auch die Direktverbindung aus/nach Berlin/Hamburg mit Ankunft/Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen am frühen Samstagnachmittag profitiert von der neuen Schnellfahrstrecke.“ Daneben verbleibt die direkte Anbindung (samstags) ins Ruhrgebiet über Köln, Frankfurt/Main und Nürnberg.

Der bisherige ICE via Göttingen und Hannover von/nach Hamburg beziehungsweise Bremen/Oldenburg entfällt hingegen. Dies trifft auch auf das ICE-Zugpaar zu, das bis dato zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck unterwegs war.

Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) kann das nicht verstehen. In Zeiten des Klimawandels müsste man den Zugverkehr eigentlich ausbauen, findet er. Mit dem geplanten Schritt werde das Werdenfelser Land hingegen „ein Stück weiter abgekoppelt vom Fernverkehr“. Wie der Rathauschef mitteilt, hat der Tourismusausschuss der Zugspitz Region GmbH beschlossen, der DB ein Protestschreiben zu schicken. Der Anteil der Gäste, die mit dem Zug kommen, ist sowohl im Kreisort (15 bis 18 Prozent), als auch in der Alpenwelt Karwendel (20 bis 25 Prozent) beträchtlich.

Quelle: Pro Bahn/ ÖDP

                                                                       Aktuallisiert 13.10.2017




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